Mehr Polizisten in München

Terror-Gefahr: Bayerns Profi-Clubs überprüfen Lage

München - Nach Paris und Hannover sind die bayerischen Fußball-Vereine sensibilisiert für die aktuelle Sicherheitslage. Die Polizei kündigte in München mehr Personal an.

Nach den Terroranschlägen von Paris und dem Dienstagabend von Hannover überprüfen die bayerischen Vereine vor den anstehenden Heimspielen in der Fußball-Bundesliga die Lage mit Polizei und Sicherheitskräften. Rekordmeister Bayern München will in den nächsten Tagen offiziell über die Beratungen informieren, auch der FC Augsburg ist im Dialog mit den Sicherheitskräften.

Der FC Ingolstadt, der als einziger Erstligaverein des Freistaates am Wochenende ein Heimspiel gegen den SV Darmstadt hat (Sonntag, 17.30 Uhr) verriet keine Details über mögliche Sicherheitsvorkehrungen. „An den Eingängen wird natürlich durch die jüngsten Ereignisse noch ein wenig sensibler kontrolliert als bisher“, sagte Sprecher Oliver Samwald bei „Antenne Bayern“. Zweitligist 1. FC Nürnberg will Kontrollen und Stadionüberwachung intensivieren, hat aber vor dem Heimspiel am Montagabend gegen Braunschweig keine Erkenntnisse über eine veränderte Sicherheitslage.

Die Münchner Polizei teilte indes mit, die Partien am Wochenende stärker zu überwachen. Ein Sprecher berichtete, dass "ein bisschen mehr Personal als sonst" bei den diversen Spielen vor Ort sein werde. Polizisten könnten auch bei Einlasskontrollen zum Einsatz kommen, berichtete er, ohne weitere Details zu nennen.

Am Sonntag (14.00 Uhr) steht in München das Regionalliga-Derby zwischen den zweiten Mannschaften des TSV 1860 und FC Bayern im Fokus. Zuletzt hatte es bei dieser Partie im Grünwalder Stadion stets ein großes Polizeiaufkommen und Straßensperren gegeben. In der 2. Liga trifft der TSV tags davor in der Allianz Arena auf St. Pauli.

Die erste Mannschaft des FC Bayern ist nach dem Liga-Match am Samstag bei Schalke 04 erst am Dienstag in der Champions League wieder mit einem Heimspiel gegen Olympiakos Piräus dran. "Unser Vorstand Jan-Christian Dreesen ist schon seit einigen Tagen in intensiven Gesprächen mit den Sicherheitsbehörden und der Polizei", sagte Mediendirektor Markus Hörwick am Mittwoch. "Sobald diese abgeschlossen sind, werden wir offiziell darüber Auskunft geben."

Auch die Augsburger haben erst in der nächsten Woche in der Europa League gegen Athletic Bilbao (Donnerstag, 19.00 Uhr) ein Heimspiel. Bis dahin werde die Lage mit Polizei und Sicherheitskräften bewertet und falls nötig reagiert, sagte Sprecher Dominik Schmitz.

Ingolstadt-Geschäftsführer Franz Spitzauer wollte keine Details der Planungen für die Partie gegen Darmstadt verraten. "Wichtige Voraussetzung für die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher ist aber auch die Tatsache, dass wir keine Details der Vorkehrungen an die Öffentlichkeit tragen, wir bitten dafür um Verständnis."

Der 1. FC Nürnberg weiß nach Rücksprache mit der Polizei nichts über eine veränderte Situation. Sprecherin Katharina Wildermuth sagte aber, dass der "Fokus des Ordnungsdienstes hinsichtlich Zutrittskontrollen, Durchsuchung, aber auch Überwachung der Anlage" geschärft werde, auch um die Zuschauer zu beruhigen.

dpa

Rubriklistenbild: © MIS

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