Auswärts beim SC Paderborn

BVB bläst zur Aufholjagd

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Jürgen Klopp will mit seinem Team eine Siegesserie starten. Foto: Bernd Thissen

Dortmund - Borussia Dortmund bläst zur Aufholjagd. Nach dem 1:0 über Mönchengladbach ist beim Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga der Glaube an eine Trendwende gewachsen.

"Jetzt müssen wir den nächsten Schritt tun und Stabilität reinbekommen", sagte Jürgen Klopp vor dem Duell mit dem SC Paderborn am Samstag. Der Trainer hofft auf eine Siegesserie, die seinem Team bis zur Winterpause zumindest in die Nähe der internationalen Plätze verhelfen könnte.

Es erhöht den Reiz der Partie, dass die Dortmunder in der einstigen ostwestfälischen Fußball-Provinz auf viele alte Bekannte treffen. Mit Marvin Bakalorz, Marvin Ducksch, Uwe Hünemeier, Lukas Kruse, Mahir Saglik und Mario Vrancic haben immerhin sechs Spieler aus dem Paderborner Kader eine BVB-Vergangenheit. "Ich freue mich, die Jungs wiederzusehen", kommentierte Klopp.

So leicht, wie es noch vor Saisonbeginn schien, wird die Aufgabe für den BVB jedoch nicht. Zur Verwunderung der Fachwelt rangieren die Paderborner - das Bundesliga-Team mit dem niedrigsten Saison-Etat - in der Tabelle sechs Plätze vor dem Starensemble aus Dortmund. Nicht zuletzt deshalb genießt der Underdog bei Klopp großen Respekt: "Paderborn ist ein Beispiel dafür, wie man mit wenig Geld, klaren Ideen und guten Entscheidungsträgern fantastische Arbeit machen kann. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst."

Schon kurz nach dem starken Auftritt gegen Gladbach wurden Stimmen laut, dass der BVB trotz des bereits großen Abstands von zehn Punkten auf Rang drei doch noch auf einen Champions-League-Platz für die kommende Saison hoffen kann. Von dieser Einschätzung hält Reinhard Rauball jedoch wenig. "Wir sollten uns nicht damit beschäftigen, was Ostern oder am Ende der Saison sein könnte, sondern müssen uns auf den jeweils anstehenden Gegner fokussieren", empfahl der Vereinspräsident auf der Homepage des Vereins.

Reus fit für Paderborn

Ein weiteres Erfolgserlebnis tut not - nicht nur aus rein sportlichen Gründen. Schließlich stehen beim BVB an den beiden Tagen nach der Partie in Paderborn die Jahreshaupt- und die Aktionärsversammlung an. Mit einem Sieg in der ausverkauften Benteler-Arena dürfte es Rauball und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke leichter fallen, am Sonntag bei den Mitgliedern und 24 Stunden später bei den Anteilseignern um Verständnis für die Rückschläge der vergangenen Monate zu werben.

Positive Nachrichten aus der Krankenabteilung schüren die Zuversicht. So kann Trainer Jürgen Klopp wieder mit Nationalspieler Marco Reus planen, der nur zwei Wochen nach einer Bänder- und Sehnenzerrung im linken Sprunggelenk Einsatzbereitschaft signalisierte.

Lediglich in der Innenverteidigung sind Umstellungen nötig. Mats Hummels fehlt verletzt, der ebenfalls angeschlagene Sokratis muss wegen einer Gelbsperre pausieren. Es gilt deshalb als wahrscheinlich, dass Subotic und der zuletzt schwache Matthias Ginter in der Startformation stehen.

Ungeachtet des Fünf-Punkte-Vorsprungs seines Teams auf den BVB schätzt der Paderborner Coach Andre Breitenreiter die wahren Verhältnisse realistisch ein: "Wenn die Dortmunder 100 Prozent abrufen, wird es schwer. Wenn sie das nicht tun, werden wir da sein und unsere Chance nutzen." Mit der aktuellen Punkte-Ausbeute ist der er zufrieden. "Wir haben 15 Zähler und noch sechs Spiele, um bis zur Winterpause nah an die 20 Punkte heranzukommen."

dpa

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