"Nur Katastrophe kann sie aufhalten"

Champions League: Manchester City so gut wie im Viertelfinale

+
David Silva und Manchester City stehen mit einem Bein im Viertelfinale der Champions League.

Kiew - Manchester City steht in der Champions League dicht vor seinem ersten Viertelfinaleinzug. Unter dem Strich hat es sich gelohnt, dass Teammanager Manuel Pellegrini den FA-Cup mit einer B-Elf abschenkte.

Manchester City ist durch, daran gibt es für die englische Presse keinen Zweifel. „Nur eine Katastrophe kann sie in drei Wochen noch aufhalten“, schrieb etwa die Tageszeitung The Sun nach dem 3:1-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Dynamo Kiew. Die Kritik der vergangenen Tage ist schon wieder vergessen.

Auf der Insel dreht sich der Wind im Boulevard bekanntlich schnell, auch gerne mal um 180 Grad. Doch es spricht wirklich eine Menge dafür, dass ManCity erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Runde der letzten Acht dabei ist. Der Auftritt in der Ukraine war überzeugend, vom Ergebnis könnte die Ausgangslage vor dem Rückspiel ohnehin kaum besser sein.

Pellegrini warnt vor dem Rückspiel

„Der Sieg ist sehr wichtig, aber es ist noch nicht vorbei. Wir dürfen nicht denken, dass die Sache schon gelaufen wäre“, warnte Teammanager Manuel Pellegrini, der mit einer unpopulären und umstrittenen Entscheidung die Grundlage für den Erfolg geschaffen hatte.

An der Stamford Bridge schickte der Chilene am Wochenende eine B-Elf ins Achtelfinale des FA-Cups. Es setzte ein 1:5 beim FC Chelsea, die Titelchance ist weg. „Wir müssen alle Wettbewerbe respektieren, doch in dieser Situation war es richtig, einige Stammspieler zu schonen. Das hat sich heute bemerkbar gemacht“, sah sich Pellegrini am Mittwoch bestätigt.

„Das Spiel geht auf“ urteilte auch die Sun. Die Daily Mail sieht das Rückspiel als „Formalität“. Nachdem die Citizens in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Achtelfinale am FC Barcelona gescheitert waren, entscheidet sich am 15. März in Manchester, ob es weitergeht und danach vielleicht zum Duell mit Bayern München und dem künftigen City-Coach Pep Guardiola kommt.

ManCity zu stark für Kiew

In Kiew trafen für den englischen Vizemeister Sergio Agüero (15. ), David Silva (40.) und Yaya Toure (90.), der nach 730 (!) Minuten erstmals wieder in der Königsklasse erfolgreich war. Im ersten Pflichtspiel für Kiew seit dem 9. Dezember hatte Witali Bujalski (59.) zwischenzeitlich den Anschlusstreffer erzielt.

Pellegrini gefiel die Leistung seiner Mannschaft, mit der Entwicklung des Tabellenvierten der Premier League ist der 62-Jährige auch insgesamt zufrieden. „Verglichen mit den letzten beiden Spielzeiten, als wir Lospech hatten, haben wir uns verbessert. Jetzt müssen wir unsere Chance nutzen, um die nächste Runde zu erreichen.“

„Solche Leistungen würden wir gerne häufiger zeigen“, sagte Kapitän Vincent Kompany: „Wir haben nicht auf Sicherheit gespielt und nicht auf ein Unentschieden oder ein 1:0. Das war ein guter Start in eine wichtige Woche.“

Am Sonntag geht es im Ligapokal-Finale gegen den FC Liverpool und Teammanager Jürgen Klopp um den ersten Titel der Saison. Drei Tage später kommt es in der Premier League erneut zum Duell mit den Reds.

sid

auch interessant

Meistgelesen

Horror-Foul überschattet Mainzer Sieg beim FCA
Horror-Foul überschattet Mainzer Sieg beim FCA
Bundesliga-Auftaktspiel vielleicht bald in China
Bundesliga-Auftaktspiel vielleicht bald in China
Wegen HSV-Investor: Erregter Calmund ruft beim Doppelpass an
Wegen HSV-Investor: Erregter Calmund ruft beim Doppelpass an
Nach ManU-Blamage: Spielt Schweinsteiger bald wieder?
Nach ManU-Blamage: Spielt Schweinsteiger bald wieder?

Kommentare