Champions League

Schalke zittert sich weiter - Bayern souverän

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Tranquillo Barneta von Schalke 04 versucht an den Ball zu kommen.

Maribor - Schalke 04 mischt im Millionenspiel Champions League weiter mit und hat als vierter Fußball-Bundesligist das Achtelfinale erreicht.

Die Königsblauen setzten sich im Gruppenfinale beim krassen Außenseiter NK Maribor dank eines Treffers von Joker Max Meyer (62.) mit 1:0 (0:0) durch und zogen damit auch aufgrund der Schützenhilfe des FC Chelsea (3:1 gegen Sporting Lissabon) als Gruppenzweiter in die K.o.-Phase ein.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München beendete die Gruppenphase beim Startelf-Comeback von Bastian Schweinsteiger derweil mit einem standesgemäßen 3:0 (1:0)-Erfolg gegen ZSKA Moskau. Weltmeister Thomas Müller (18., Foulelfmeter), Sebastian Rode (84.) und Mario Götze (90.) erzielten die Treffer. Die Münchner standen bereits vor der Begegnung als Gruppensieger fest.

Gegen den slowenischen Meister, dessen gesamter Kader so viel Wert ist wie ein einziger Schalker Starspieler, versuchte der Bundesliga-Vierte in der Offensive lange Zeit zu wenig. Das Team von Trainer Roberto Di Matteo hatte sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten: Atsuto Uchida rettete zweimal auf der Linie (23.).

Di Matteo, der erneut auf neun verletzte Spieler verzichten musste, vertraute den 4:0-Siegern von Stuttgart - mit einer Ausnahme. Jungstar Meyer musste auf die Bank, für ihn rückte Marco Höger ins Mittelfeld. Der sei „frisch“, weil er zuletzt in der Bundesliga gesperrt war, rechtfertigte der Coach seinen Wechsel. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung brachte Meyer sein Team dann aber auf die Siegerstraße.

Im kleinsten Stadion der Champions League, in dem zuvor weder Sporting Lissabon noch der FC Chelsea gewonnen hatten (beide 1:1), bemühte sich Schalke vor 12.000 Zuschauern um Spielkontrolle. Nach vorne lief zunächst aber wenig, zu ungenau waren die Pässe in der gegnerischen Hälfte. Daran änderte auch die Nachricht von Chelseas 1:0 gegen Lissabon nichts.

Maribor war zunächst das aktivere Team, erst kurz vor der Pause verstärkten die Gäste ihre Offensivbemühungen, blieben im Abschluss lange Zeit aber harmlos. Meyer profitierte bei seinem Führungstreffer dann von einem Fehler von Torhüter Samir Handanovic.

Obwohl die Bayern längst als Erster der Gruppe E festgestanden hatten und kräftig rotierten, war die Elf von Trainer Pep Guardiola das dominierende Team. Die auf Konter lauernden Russen kamen selten in die Offensive, dennoch musste Nationaltorwart Manuel Neuer in der 23. Minute einen Alleingang von ZSKA-Stürmer Seydou Doumbia stoppen. Um jedoch deutlicher zu gewinnen, agierten die Münchner vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nicht zielstrebig genug.

Schweinsteiger übernahm in gewohnter und überzeugender Manier die Rolle des Mittelfeldlenkers. Vor zweieinhalb Wochen hatte er in der Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim nach monatelanger Zwangspause eine umjubelte Rückkehr gefeiert. Nun lief er erstmals seit dem WM-Finale gegen Argentinien wieder in einem Pflichtspiel von Beginn an auf - und als Vertreter des verletzten Philipp Lahm auch mit der Kapitänsbinde am Arm.

Guardiola nutzte die unbedeutende Begegnung zudem, um einigen Teilzeitkräften eine Bewährungschance zu geben. Wie erwartet kam der Ex-Frankfurter Rode zum Zug, aber auch der abwanderungswillige Pierre-Emile Höjbjerg sowie Youngster Gianluca Gaudino durften anfangen - Xabi Alonso, Arjen Robben oder Robert Lewandowski dagegen erst einmal verschnaufen. Robben und Lewandowski ersetzten dann nach dem Wechsel Torschütze Müller und Franck Ribery, der den Elfmeter herausgeholt hatte. Rode per Kopf und Götze sorgten in der Schlussphase für die Entscheidung.

SID

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