Die wichtigsten Fragen und Antworten

CL-Sieger Real: Erst die Party, jetzt der Lewandowski-Poker

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Die Real-Stars lassen sich feiern.

Madrid - Bei Real Madrid war nach dem Champions-League-Triumph die große Party angesagt. Die tz beantwortet die Fragen zum elften Königsklassentriumph des weißen Balletts.

Update vom 25. August 2016: Beide Mannschaften aus Madrid gehören auch in der Saison 2016/17 wieder zu dem Favoritenkreis in der Königsklasse. Am Donnerstag wird allerdings zunächst einmal entschieden, gegen wen Real Madrid, der FC Bayern, der FC Barcelona und Co. in der Gruppenphase antreten müssen. Wir haben bereits für Sie zusammengefasst, wo und wie Sie die Auslosung zur Gruppenphase der Champions League live im TV und im Live-Stream ansehen können.

Die Königlichen waren früh wieder auf den Beinen – bzw. im Bus. Nach dem Heimflug aus Mailand feierten die Real-Stars um acht Uhr morgens mit mehr als 30 000 Fans in Madrid im offenen Bus auf dem Cibeles-Platz den Gewinn der Champions League. Und mittendrin war Toni Kroos. „Das ist etwas sehr, sehr Besonderes, die Champions League zum zweiten Mal zu gewinnen – mit zwei unterschiedlichen Vereinen“, sagte der Nationalspieler, der das Endspiel 2013 mit Bayern wegen einer Verletzung verpasst hatte, sichtlich stolz. „Das hätte ich mir nie erträumt. Ich glaube, dass das etwas Großes ist. Es ist definitiv etwas anderes, wenn man direkt dabei ist.“ Sergio Ramos hatte Real in Führung geschossen (15.), Yannick Carrasco Atlético in die Verlängerung gebracht (79.). Im Elfmeterschießen traf dann Juanfran den Pfosten, für Real verwandelten alle fünf.

Die tz beantwortet die Fragen zum elften Königsklassentriumph des weißen Balletts:

Ist bei Real jetzt alles wieder in königlicher Ordnung? 

„Das Spiel hatte eine ungeheure Bedeutung“, berichtete Kroos, der nach 72 Minuten ausgewechselt wurde. „Es war die letzte Chance, einen der größten Titel zu holen.“ Heißt im Umkehrschluss: Nicht auszudenken, wenn das schiefgegangen wäre – und das auch noch gegen den Ortsrivalen…

Wie wird sich das Siegerteam verändern? 

„Real Madrid ist vor einigen Wochen auf uns zugekommen, wir haben uns alles angehört“, sagte Cezary Kucharski, Berater von Robert Lewandowski, im Spiegel. 100 Millionen Euro Ablöse sollen die Königlichen bieten, dazu dem Polen ein Jahressalär von 25 Millionen plus Boni. Doch Karl-Heinz Rummenigge konterte im kicker: „Robert Lewandowski wird in der kommenden Saison bei Bayern München spielen. Da muss sich keiner Gedanken machen.“ Fakt ist: Die FIFA hat gegen Real wegen Verstoßes gegen Jugendtransferbedingungen eine Transfersperre ausgesprochen, die aber ausgesetzt. Das war zuvor auch beim FC Barcelona so – und die holten dann noch kurz vor Tore- bzw. Transferschluss u.a. Luis Suarez für 82 Millionen Euro Ablöse.

Was wird aus Zinedine Zidane? 

Der Franzose ist der Erste, der die Champions League als Spieler und Trainer mit einem Klub gewonnen hat (2002 und jetzt, dazu kommt der Triumph 2014 als Co-Trainer. „Zidane hat einen Vertrag bis 2018 und er wird im Amt bleiben“, sagte Florentino Perez. „Er ist der ideale Trainer für Real.“ Jupp Heynckes wurde bei Real direkt nach dem Gewinn der Königsklasse gefeuert, Vicente del Bosque ein Jahr drauf…

Was sagen die Verantwortlichen bei Atlético? 

„Ich habe meinen Spielern gesagt, sie sollen nicht weinen. Das Schicksal kann man nicht ändern“, fand Diego Simeone. Wie schon 2014 war sein Team fast am Ziel, damals rettete Ramos Real in die Verlängerung.

Warum schoss Ronaldo den entscheidenden Elfmeter? 

„Ich hatte eine Vision“, erzählte der Portugiese. „Ich habe gesehen, dass ich das Siegtor schießen würde. Deshalb habe ich zu Zizou gesagt: Lass mich den fünften Elfmeter schießen, ich weiß, dass ich treffen werde.“ Dass er sich danach wie immer mit nacktem Oberkörper inszenierte, gehört eben dazu. Immerhin: Obwohl Ronaldo nach seiner Oberschenkelverletzung meilenweit von seiner Form entfernt war, hielt er trotz Krämpfen durch.

Warum wurde Real-Star ­Pepe nicht verwarnt, obwohl er mit Schauspieleinlagen gleich zweimal versuchte, eine Rote Karte für den Gegner herauszuholen? 

Beim ersten Mal zeigte ihm Schiedsrichter Mark Clattenburg, dass er genau gesehen habe, was Pepe vorhatte. Beim zweiten Mal streckte er ihm die Zunge raus. Aber den Mut, den Brasilianer zu bestrafen, hatte er nicht.

Wie kommentiert das Netz den fußball- und sinnbefreiten Auftritt von Kommerz-Boje Alicia Keys vor dem Finale? 

Z. B. so: „Leute, lasst uns Helene Fischer zum Superbowl schicken.“

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