Eklat in Paris

Chelsea-Fans: "Wir sind Rassisten, und so mögen wir das"

Paris - Fans des FC Chelsea sind nach dem Champions-League-Spiel bei Paris Saint Germain mit einem rassistischen Eklat aufgefallen. Der Klub droht mit Konsequenzen.

Anhänger des englischen Tabellenführers FC Chelsea haben im Rahmen des Champions-League-Auswärtsspiels bei Paris St. Germain (1:1) für einen rassistischen Eklat gesorgt.

Wie auf einem Video zu erkennen ist, verhinderten Fans der Londoner, dass ein dunkelhäutiger Passagier zu ihnen in die Pariser Metro steigen konnte und sangen dabei „Wir sind Rassisten und so mögen wir das“.

Der Verein reagierte geschockt und kündigte ein hartes Vorgehen an: „Ein solches Verhalten ist abscheulich und hat keinen Platz im Fußball oder in der Gesellschaft. Wir werden alle strafrechtlichen Schritte gegen die Beteiligten unterstützen.“ Sollte es sich um Dauerkarten-Inhaber oder Mitglieder handeln, droht den Tätern Stadionverbot und ein Vereinsausschluss.

Auch FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (78) äußerte sich zu dem Vorfall. „Ich verurteile diese Aktion einer kleinen Gruppe von Chelsea-Fans. Im Fußball ist kein Platz für Rassismus“, twitterte der Schweizer am Mittwoch.

Es war der zweite Vorfall dieser Art innerhalb von 24 Stunden. Zuvor hatte Italiens ehemaliger Nationaltrainer Arrigo Sacchi bemängelt, dass zu viele Ausländer im italienischen Fußball im Einsatz sind. „Es gibt zu viele Schwarze in Italiens Jugendmannschaften. Italien hat keine Würde, keinen Stolz. Es ist unannehmbar, Teams mit 15 Ausländern zu haben“, sagte der 68-Jährige. Auch diese Aussage verurteilte Blatter: „Stolz und Würde ist keine Frage der Hautfarbe. Ich bin schockiert von Sacchis Äußerungen. Das muss man stoppen.“

sid

 

Rubriklistenbild: © dpa

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