Kritik an Aussage

Menschenhandel-Vergleich: Kramer entschuldigt sich

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Christoph Kramer musste im Finale der Weltmeisterschaft gegen Argentinien aufgrund einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden.

Gladbachs Mittelfeldspieler Christoph Kramer hat sich dafür entschuldigt, den Profifußball mit Menschenhandel verglichen zu haben. An seine Rolle als Weltmeister muss er sich nach eigenen Aussagen erst noch gewöhnen.

Nationalspieler Christoph Kramer bedauert seinen Vergleich des Fußballgeschäfts mit dem Menschenhandel. „Ich entschuldige mich dafür. Der Profifußball hat mit Menschenhandel wirklich gar nichts zu tun. Ich bin sogar unheimlich dankbar für dieses Leben“, zitierte die Bild am Donnerstag den Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach. Die Kritik Kramers stammt aus einem Interview des Spiegel. Der Weltmeister hatte darin betont, trotz seines am Saisonende auslaufenden Leihvertrags nicht zwingend zu Bayer Leverkusen zurückkehren, sondern selbst über seine Zukunft bestimmen zu wollen.

Seiner Unzufriedenheit über seine vertragliche Situation hatte Kramer zuvor bereits in mehreren Interviews Luft gemacht. Der Leverkusener Sportdirektor Rudi Völler betonte indes, Kramers Rückkehr stehe fest. Bei Bayer hat der 23-Jährige noch einen Vertrag bis 2017.

An seine neue Rolle als von vielen Seiten umworbener Weltmeister muss sich Kramer erst noch gewöhnen. „Ich merke schon, dass mich selbst meine engsten Freunde und meine Mitspieler anders ansehen und irgendwie auch anders behandeln“, sagte er der Süddeutschen Zeitung (Donnerstag). „Das ist nicht unangenehm, aber es ist auch ein komisches Gefühl“, fügte Kramer hinzu.

Er habe derzeit das Gefühl, aufpassen zu müssen, nicht als arrogant wahrgenommen zu werden. Daher verweigere er seit dem Titelgewinn niemandem mehr ein Autogramm. Im WM-Finale von Rio de Janeiro war er für den angeschlagenen Sami Khedira zum Einsatz gekommen, hatte aber wegen einer Gehirnerschütterung schon in der ersten Halbzeit den Platz wieder verlassen müssen.

dpa

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