Spitzenspiel in Spanien

Cristiano Ronaldo entscheidet den Clasico: Real siegt bei Barca

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Cristiano Ronaldo persönlich entschied den Clasico zwischen Barcelona und Real Madrid.

Barcelona - Lange blieb der Clasico in Spanien zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ausgeglichen. Dann aber kam Cristiano Ronaldo und sorgte im Camp Nou für Stille.

Real Madrid hat den Clasico in der Primera Divison beim FC Barcelona für sich entschieden. Die "Königlichen" aus der spanischen Hauptstadt entschieden die Partie am Samstagabend mit 2:1 für sich.

Innenverteidiger Gerard Pique (56.) hatte Barcelona per Kopf in Führung gebracht, Karim Benzema (62.) und Cristiano Ronaldo drehten die Partie für Madrid, das erfolgreich Revanche für die 0:4-Klatsche aus dem Hinspiel nahm. Trotz der Niederlage bleiben die Katalanen mit 76 Punkten auf der Spitzenposition vor Verfolger Atletico Madrid (70), der 5:1 (2:0) gegen Betis Sevilla am Samstag gewann.

In der Champions League kommt es am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) zum Vergleich der Nummer eins mit der Nummer zwei aus der Primera Division. Real, das am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) im Hinspiel des Viertelfinales in der Königsklasse beim VfL Wolfsburg antritt, weist als Dritter 69 Zähler auf. Die Galaktischen, die im Camp Nou von VfL-Trainer Dieter Hecking beobachtet wurden, haben kaum noch eine Chance auf den Titel in Spanien.

Das Prestigeduell Barca vs. Real stand ganz im Zeichen des Gedenkens an Barcelonas Ikone Johan Cruyff. Der niederländische Vize-Weltmeister von 1974 war am 24. März im Alter von 68 Jahren an Lungenkrebs gestorben.

„Gracies Johan“ (Danke Johan) - mit diesen Worten auf dem Barca-Trikot gedachten die Katalanen ihres ehemaligen Spielers und Trainers. Vor dem Anpfiff wurde Cruyff mit einer Gedenkminute und einem Videofilm mit Höhepunkten seiner Karriere geehrt. Die 99.264 Zuschauer bildeten zudem mit Papptafeln ein beeindruckendes Mosaik. „Das wird ein spezieller Clasico, sehr emotional“, hatte Bayern-Coach Pep Guardiola am Freitag betont und seinen Lehrmeister gewürdigt: „Johan war für den europäischen Fußball sehr wichtig, ein wichtiger Denker. Er hat in Barcelona die Mentalität geändert, mir absolut alles gegeben, war wie ein Vater für mich. Ich habe alles von ihm gelernt. Ich liebe meinen Beruf - wegen ihm.“

Auf dem Rasen standen die prominent besetzten Sturmreihen im Mittelpunkt: MSN (Messi, Suarez, Neymar) gegen BBC (Gareth Bale, Benzema, Ronaldo). Das deutsche Duell im Clasico fand indes auf dem Platz nicht statt. Während Toni Kroos in der Real-Start-Elf stand, saß Torwart Marc-Andre ter Stegen wie immer in Liga-Spiel auf der Bank der Katalanen. Claudio Bravo erhielt wiederum den Vorzug gegenüber dem Ex-Gladbacher.

Atletico setzte sich unterdessen am 31. Spieltag am Samstag gegen Aufsteiger Betis Sevilla mit dem früheren Nationalspieler Heiko Westermann klar durch. Fernando Torres (37.), der bei seinem Treffer Westermann alt aussehen ließ, und Antoine Griezmann (42.) brachten Atletico frühzeitig auf die Siegerstraße. Juanfran (65.) beseitigte dann in Durchgang zwei alle Zweifel, ehe Ruben Castro (79.) für die Gäste traf. Griezmann (81.) stellte anschließend mit seinem 19. Saisontreffer den alten Abstand wieder her, bevor Thomas Partey (90.+1) für den Endstand sorgte. Betis hat mit 34 Zählen aber nach wie vor ein ordentliches Polster zur Abstiegszone.

Pech hatte unterdessen Weltmeister Shkodran Mustafi: Dem Innenverteidiger des FC Valencia unterlief beim 1:2 (1:0) bei UD Las Palmas ein Eigentor (63.), das die Niederlage besiegelte. Rodrigo (3.) traf schon frühzeitig zur Führung für die Gäste, die mit Mustafi in der Anfangsformation angetreten waren. Jonathan Viera (50., Foulelfmeter) glich aus, ehe Mustafi per Eigentor für die Entscheidung sorgte.

bix/dpa

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