Dämpfer für den BVB: Triste Nullnummer gegen Köln

Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (l) wird von Anthony Ujah bedrängt. Foto: Bernd Thissen
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Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (l) wird von Anthony Ujah bedrängt. Foto: Bernd Thissen

Borussia Dortmund spielt wieder 0:0 in der Bundesliga. Die Nullnummer gegen Köln reicht nicht, um in der Tabelle weiter nach oben zu klettern. Die Generalprobe für das Rückspiel in der Champions League misslingt somit auch. Gegen Turin muss mehr gezeigt werden.

Dortmund (dpa) - Die Tabellen-Klettertour von Borussia Dortmund Richtung Europa ist ins Stocken geraten. Im West-Duell mit dem 1. FC Köln musste sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp am Samstag wie schon in der Vorwoche beim Hamburger SV mit einem 0:0 begnügen.

Vor 80 667 Zuschauen im ausverkauften Signal Iduna Park blieb der BVB zwar zum sechsten Mal in Serie in der Fußball-Bundesliga ohne Niederlage, bot aber eine über weite Strecken schwache Vorstellung. Durch das Remis verharrt der BVB auf Platz zehn und konnte nur wenig Selbstvertrauen für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Juventus Turin tanken.

"Vieles", antwortete Nationalspieler Marco Reus auf die Frage, was seinem Team an diesem Abend nicht gelungen sei. "Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit ganz wenig bewegt. Wir haben wenig Torchancen herausgespielt. Das war zu wenig", sagte Reus bei Sky.

Anders als die Dortmunder werteten die Kölner das Remis als Erfolg. Dank einer starken Defensivvorstellung besserten die Gäste ihre ohnehin beachtliche Auswärtsbilanz weiter auf und bleiben Zwölfter. "Ich denke unser Plan ist aufgegangen. Wir haben uns vorgenommen, etwas mitzunehmen. Durch den Kampf haben wir uns heute einen Punkt verdient", sagte FC-Torwart Timo Horn.

BVB-Trainer Jürgen Klopp baute weitgehend auf seine zuletzt gewohnte Startelf. Für den verletzten Nuri Sahin rückte Sebastian Kehl ins Team. Auch der Kölner Coach setzte nach dem 4:2 über Frankfurt auf personelle Kontinuität, musste aber den gesperrten Kevin Wimmer durch Mergim Mavraj ersetzen.

In der von Klopp als "Sechs-Punkte-Spiel" ausgerufenen Partie erwischten die Gäste den besseren Start. Gleich zweimal musste Keeper Roman Weidenfeller gegen Deyverson (2.) und Anthony Ujah (4.) in höchster Not klären. Erst danach stabilisierte sich die Borussia, tat sich aber gegen den in der Defensive gut organisierten FC beim Herausspielen von Torchancen schwer.

Deshalb hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in Grenzen. Anders als beim famosen 3:0 im Derby gegen den FC Schalke gelang es den Dortmundern nicht, aus ihrem Plus beim Ballbesitz Kapital zu schlagen. Es mangelte an Tempo, Kreativität und Präzision, um das Kölner Bollwerk ins Wanken zu bringen. Mehr und mehr entwickelte sich die Partie zu einem faden Geduldsspiel. Prickelnde Torraumszenen gab es bis zur Pause kaum noch zu sehen.

Auch nach Wiederanpfiff tat sich der BVB im Spielaufbau bedenklich schwer und blieb anfällig für Kölner Konter. So vergab Deyverson in der 51. Minute die große Chance zur Kölner Führung. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging über das Tor.

Erst mit der Einwechslung von Kevin Kampl und Jakub Blaszczykowski in der 61. Minute gewann das Spiel der Borussia an Qualität. So war Horn bei einem Flachschuss von Reus (66.) gefordert. Torjubel gab es in der 70. Minute. Doch Pierre-Emerick Aubameyang hatte den Ball eindeutig und absichtlich per Hand über die Linie bugsiert - und kassierte Gelb. Im Gegensatz zum Sieg gegen Schalke konnte der BVB nicht in der Schlussviertelstunde den Sieg noch erzwingen.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 68,4 - 31,6

Torschüsse: 10 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 45,5 - 54,5

Fouls: 14 - 8

Ecken: 5 - 2

Quelle: optasports.com

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