Dämpfer im Spitzenspiel für RB Leipzig

Vincenzo Grifo (l) erzielte die zwischenzeitliche 1:0-Führung. Foto: Patrick Seeger
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Vincenzo Grifo (l) erzielte die zwischenzeitliche 1:0-Führung. Foto: Patrick Seeger

Bei Schneefall und auf einem extrem schwer zu bespielenden Rasen taten sich der SC Freiburg und RB Leipzig im Spitzenspiel der zweiten Liga recht schwer. Für einige war es "kein richtiges Fußballspiel".

Freiburg (dpa) - Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig ist auf dem Weg in die Fußball-Bundesliga ausgerutscht. Bei starkem Schneefall verloren die Sachsen das Spitzenspiel beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1).

Auf dem extrem schwer zu bespielenden Rasen im Schwarzwaldstadion nutzten Vincenzo Grifo (10. Minute) und Florian Niederlechner (68.) zwei der wenigen Torchancen für die entscheidenden Treffer. Kapitän Dominik Kaiser (56.) erzielte nur den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste, deren Vorsprung vor den Breisgauern sich auf drei Punkte verringerte.

"Auf so einem Platz ist es wichtig, in Führung zu gehen", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich im TV-Sender Sky und betonte: "Es ging nicht so sehr um einen Gradmesser, sondern mehr um drei Punkte." Leipzig hat trotz der Niederlage noch sechs Punkte Abstand auf den Relegationsrang. "Die Mannschaft hat das Beste draus gemacht", sagte Leipzigs Torschütze Kaiser. Für Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier war die umkämpfte Partie "natürlich kein richtiges Fußballspiel".

Die 23 500 Zuschauer sahen zwei technisch eigentlich starke Aufstiegsfavoriten, die auf dem glitschigen Untergrund große Probleme hatten. Beiden Teams unterliefen schon zu Beginn viele leichte Fehler. Den ersten größeren nutzten die Freiburger gleich eiskalt aus. Nach einem langen Abschlag von SC-Torwart Alexander Schwolow konnte Leipzigs Verteidiger Marvin Compper den Ball nicht kontrollieren und ließ ihn an Florian Niederlechner durchrutschen. Über Maik Frantz gelangte der Ball zum starken Grifo, der ins lange Eck zur Führung einschob.

Auch in der Folge bliebt der Schneefall dicht. Nach rund einer halben Stunde unterbrach Schiedsrichter Manuel Gräfe die Partie sogar kurzzeitig, damit die Linien freigeschaufelt werden konnten. Gefährlich wurden die Leipziger in der Folge meist nur, wenn ein langer Pass den schnellen Stürmer Yussuf Poulsen fand.

Eine erste echte Torchance erarbeitete sich das Team von Trainer Ralf Rangnick aber erst nach dem Seitenwechsel - und nutzte diese gleich aus. Poulsen hatte im SC-Strafraum zu viel Platz und legte den Ball auf Kaiser zurück, der aus kurzer Distanz den Ausgleich schoss.

Doch nur rund zehn Minuten später bewies Freiburgs Trainer Christian Streich mit der Einwechselung von Torjäger Nils Petersen ein glückliches Händchen. Mit seiner ersten Aktion passte er den Ball auf Winter-Neuzugang Niederlechner, der sein viertes Tor im SC-Trikot erzielte und für großen Jubel auf den Rängen sorgte.

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