Wie Belgien den Superstar stoppen will

Van Buyten: "Extra-Messi-Taktik macht keinen Sinn"

Daniel van Buyten
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Daniel van Buyten steht mit seinen Belgiern im Viertelfinale.

Mogi das Cruzes - Das kleine Belgien glaubt fest an die Überraschung gegen Argentinien und seinen Superstar Lionel Messi. Ihn stoppen, ins Halbfinale einziehen - alles machbar, sagen Wilmots und seine Spieler.

„Natürlich wird das ein schweres Spiel. Aber unser Ziel ist, hierzubleiben. Ich denke, wir haben das Potenzial dazu“, sagte Trainer Belgiens Trainer Marc Wilmots am Donnerstag im belgischen WM-Quartier in Mogi das Cruzes in der Nähe von São Paulo. Und der frühere Schalker fügte noch kämpferisch hinzu: „Ich bin nicht hier, um unseren Viertelfinal-Einzug zu feiern. Ich bin hier, um Spiele zu gewinnen. Das ist unser Ziel. Zweitbester zu sein, interessiert mich nicht.“

Auch vor Messi haben die Belgier vor dem Viertelfinal-Spiel am Samstagabend in Brasilia keine große Angst. „Natürlich ist Messi immer für eine herausragende Aktion gut. Aber das können Eden Hazard oder Kevin de Bruyne auch“, meinte Wilmots. „Wenn sie mich fragen, ob ich lieber ein starkes Kollektiv hätte oder ein Team, das vor allem von einem Spieler wie Messi oder Neymar geprägt ist, dann würde ich immer sagen: Ich bevorzuge das Kollektiv.“

Genau so wollen die Belgier den bei diesem Turnier schon viermal erfolgreichen Stürmerstar am Samstag auch stoppen. „Es macht keinen Sinn, sich eine Extra-Messi-Taktik auszudenken“, erklärte Bayern Münchens Verteidiger Daniel van Buyten. „Er ist der beste Spieler der Welt und es ist eine große Motivation, gegen ihn zu spielen. Aber sie haben nicht nur ihn, sondern auch noch di Maria, Lavezzi oder Higuain. Das ist eine außergewöhnliche Offensive. Die kann man nur im Kollektiv in den Griff bekommen.“

Fraglich ist bei den Belgiern nur noch der Einsatz von Mousa Dembele. Der Mittelfeldmann von Tottenham Hotspur konnte am Donnerstag aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht trainieren. Verteidiger Thomas Vermaelen vom FC Arsenal ist dagegen wieder fit. Auch dem früheren Hamburger Vincent Kompany ist nichts mehr von seinen Leistenproblemen anzumerken. „Er hat sich sehr schnell wieder erholt“, meinte Wilmots, der auch die leichten Schmerzen bei Jan Vertonghen (Leiste) und Toby Alderweireld (Oberschenkel) als die „bei einem solchen Turnier üblichen kleinen Blessuren“ abtat. Beide können am Samstag spielen.

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„Wir haben jetzt eine Mannschaft mit einer neuen Mentalität“, erklärte der Trainer. „Wenn du das Viertelfinale erreicht hast, willst du dort nicht stehenbleiben. Feiern können wir erst, wenn wir einen Titel geholt haben oder zu den besten Vier gehören.“ Wie zur Bestätigung gab sich auch Mittelfeldspieler Axel Witsel selbstbewusst. „Was jetzt kommt, ist ein Bonus für uns“, meinte der 40-Millionen-Mann von Zenit St. Petersburg. „Wir spielen gegen eine große Fußball-Nation und haben die Chance, das WM-Halbfinale zu erreichen. Und wir wissen: Wir können sie schlagen.“

dpa

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