1860 mit Derby-Coup in Fürth

Darmstadt spielt in 2. Liga weiter famos

Die Darmstädter Spieler jubeln zusammen nach dem Treffer zum 3:0 gegen Union.
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Die Darmstädter Spieler jubeln zusammen nach dem Treffer zum 3:0 gegen Union.

München - Der SV Darmstadt hat den nächsten Sieg im Aufstiegsrennen der 2. Liga gefeiert. Auch Bochum zeigte seinen Fans eine Show. Beim bayerischen Derby gelang 1860 in Fürth die Überraschung.

Der SV Darmstadt 98 lässt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga nicht locker. Die in dieser Saison so furios aufspielenden Südhessen feierten am Freitagabend einen 5:0 (2:0)-Sieg gegen Union Berlin und sind damit seit 16 Spielen unbesiegt. Der Lohn: Auch nach dem 25. Spieltag wird der Aufsteiger unter den Top drei rangieren. Sollte Spitzenreiter Ingolstadt am Sonntag gegen den Karlsruher SC patzen, sind die „Lilien“ gar in Schlagdistanz zum Tabellenführer. Im Kampf um den Klassenverbleib landete indes der TSV 1860 München einen wichtigen 3:0 (1:0)-Derbysieg in Fürth. Im dritten Abendspiel gewann der VfL Bochum klar mit 4:1 (2:1) gegen Heidenheim.

In Darmstadt war die Partie praktisch zur Pause entschieden - und das trotz des Fehlens der gelbgesperrten Dominik Stroh-Engel und Jérôme Gondorf: Leon Balogun per Kopf (35.) und Romain Bregerie (45.+2) mit einem Foulelfmeter trafen zur 2:0-Führung, außerdem flog Unions Keeper Mohamed Amsif wegen einer Notbremse vom Platz (45.). „Das war so ein bisschen die Vorentscheidung“, sagte Trainer Dirk Schuster und resümierte: „Das war ein absolut verdienter Sieg.“

Milan Ivana (56.) und Kapitän Aytac Sulu per Doppelschlag (80./84.) machten alles klar, schossen Darmstadt zum höchsten Saisonsieg und sorgten für euphorischen Jubel der eigenen Fans. „Das ist schon ein Wahnsinn, was man hier erlebt“, meinte Balogun. Unions Christopher Trimmel dagegen klagte: „Wir haben ziemlich alles falsch gemacht.“

In Fürth hatten die Zuschauer länger nichts zu feiern, genau genommen seit dem bis dato letzten Heimsieg Anfang Oktober. Die Erlösung folgte auch im Derby nicht, im Gegenteil: Gegen 1860 zeigten die Franken einmal mehr ihre Schwäche im Angriff und die fehlende Nervenstärke bei einem Rückstand. „Wir werden für das Spiel Schläge erhalten, und denen müssen wir uns stellen“, sagte Coach Mike Büskens, dessen Team ein Stück näher an die Abstiegszone rutschte.

Von dort setzten sich die „Löwen“ dank der Tore von Krisztian Simon (34.), Korbinian Vollmann (65.) und Daniel Adlung (71.) vorläufig etwas ab. Der Rückstand auf Fürth beträgt nur noch drei Punkte. „Wir haben einen Schritt gemacht, aber noch nichts erreicht“, sagte Trainer Thorsten Fröhling. „Aber das war ein schöner Schritt.“

In Bochum brachten Simon Terodde (11.) - der mit seinem 13. Saisontor zu Zweitliga-Topstürmer Rubin Okotie von 1860 München aufschloss - und Stanislav Sestak (20.) die Hausherren früh auf Kurs. Nach dem Anschlusstreffer von Robert Leipertz via Foulelfmeter (41.) wurde es wieder spannend, aber erneut Sestak (71.) und Michael Gregoritsch (74.) machten alles klar für den VfL, der zumindest über Nacht in der Tabelle einen großen Sprung von Rang 13 auf Platz neun machte.

„Wir haben einen guten Schritt gemacht, jetzt brauchen wir nicht mehr nach unten gucken“, sagte VfL-Trainer Gertjan Verbeek. In der 83. Minute verschoss Terodde noch einen Elfmeter. „Letztendlich hat sich die Klasse durchgesetzt“, räumte Gäste-Coach Frank Schmidt ein.

dpa

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