Nach Sieg gegen Kanada

Deutsche U20-Frauen im WM-Halbfinale

Lena Petermann (l.) und Pauline Bremer beim Jubeln
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Lena Petermann (l.) und Pauline Bremer beim Jubeln.

Edmonton - Die deutschen U20-Fußballerinnen haben bei der WM in Kanada das Halbfinale erreicht und sind nur noch zwei Spiele vom Titel entfernt.

 Die deutschen Fußball-Juniorinnen haben bei der U20-Weltmeisterschaft in Kanada ein weiteres Kapitel ihres eigenen Sommermärchens geschrieben. Mit dem 2:0 (1:0)-Sieg im Viertelfinale in Edmonton gegen Gastgeber Kanada nahm die Mannschaft von Trainerin Maren Meinert am Samstagabend (Ortszeit) die erste Hürde in der K.o.-Runde und steuert nun auf Finalkurs. Dank der Tore von Pauline Bremer (24. Minute) und Rebecca Knaak (82.) vor 22 421 Zuschauern im fast ausverkauften Commonwealth Stadion zog die DFB-Auswahl ins Halbfinale ein. Dort spielt das deutsche Team am Mittwoch (Ortszeit) in Montreal gegen Frankreich oder Südkorea um den Einzug ins Finale.

Das Erreichen der Vorschlussrunde war für den deutschen Nachwuchs kein Selbstläufer, wie Trainerin Meinert zugab. „Wir mussten hart dafür kämpfen, unter die letzten Vier zu kommen. Es ist immer unser Ziel, bis zum Ende im Turnier zu bleiben. Wir sind unheimlich glücklich und erleichtert, dass wir das geschafft haben“, bilanzierte die 41 Jahre alte Fußball-Lehrerin.

Der DFB-Tross reiste schon am Sonntag nach Montreal, wo in einer Woche auch das Finale und das Spiel um Platz drei ausgetragen werden. Meinert und ihre Assistentin Bettina Wiegmann wollten sich dort am Abend die Partie zwischen Südkorea gegen Frankreich live anschauen und den kommenden Gegner studieren.

In Montreal nicht mehr dabei sind die USA. Der Titelverteidiger schied in Toronto im Viertelfinale gegen Nordkorea nach Elfmeterschießen aus. Gleich drei US-Girls scheiterten vom Strafstoßpunkt. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Halbfinal-Gegner der Nordkoreanerinnen ist in Moncton am Mittwoch Nigeria oder Neuseeland.

Die deutschen Fußballerinnen streben nach dem Titelgewinn bei der U20-Heim-WM 2010 und der Finalteilnahme 2012 in Japan das dritte Endspiel hintereinander an. Gegen den topmotivierten Gastgeber tat sich die DFB-Elf vor einer großartigen Kulisse phasenweise jedoch schwer. Zurecht war Kanadas Chefcoach sehr zufrieden mit dem „Testlauf“ für die Frauen-WM 2015. „Ich könnte nicht stolzer auf meine Spielerinnen sein. Sie sind in diesem Turnier gewachsen und haben geholfen, die Zukunft der A-Nationalmannschaft voranzutreiben. Und diese Zukunft ist rosig“, befand Andrew Olivieri. Sogar eine Überraschung lag in der Luft. „Zwischendurch dachte ich, dass wir besser waren als Deutschland. Aber an einem Tag wie diesem reicht es am Ende nicht für ein positives Ergebnis.“

Dabei hatten die Kanadierinnen einige gute Chancen, doch die deutsche Innenverteidigung leistete hervorragende Arbeit. „Ich glaube, dass uns der Gruppensieg in der Vorrunde so viel Selbstbewusstsein gegeben hat, dass wir dieses schwierige Spiel erfolgreich bestreiten konnten“, sagte Meinert. Ihre Schützlinge sind erleichtert, auch diese Prüfung bestanden zu haben. „Kanada war ein starker Gegner in einer tollen Atmosphäre. Es war ein perfekter Abend für uns“, schwärmte Torhüterin Meike Kämper.

dpa

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