Gegen Regionalligist SV Elversberg

Joker-Tore retten FC Augsburg im DFB-Pokal

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Elversbergs Leandro Grech (rechts) und Augsburgs Markus Feulner kämpfen um den Ball.

Elversberg - Der FC Augsburg ist an der nächsten Pokal-Blamage vorbeigeschrammt. Beim Regionalligisten SV Elversberg setzte sich der Bundesligist erst in der Verlängerung durch.

Drei Joker-Tore haben den FC Augsburg vor einem erneuten frühen Scheitern im DFB-Pokal bewahrt. Die eingewechselten Raul Bobadilla (83. Minute), Sascha Mölders (101.) und Tobias Werner (109.) schossen den Bundesligisten am Freitagabend zum glücklichen 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim Südwest-Regionalligisten SV Elversberg in die zweite Runde. Die tapferen und über weite Strecken gleichwertigen Saarländer waren nach 52 Minuten bei hochsommerlichen Temperaturen durch Kevin Maek (52.) in Führung gegangen. Nach einer Gelb-Roten Karte für Markus Obernoster (90.+3) musste Elversberg die Verlängerung in Unterzahl bestreiten - eine zu große Hypothek.

Dem Regionalligisten blieb damit die zweite Pokal-Überraschung verwehrt. 2010 hatte Elversberg Erstligist Hannover im Elfmeterschießen besiegt. Augsburg vermied hingegen eine erneute Pleite. In der Vorsaison scheiterte man in der ersten Runde am 1. FC Magdeburg.

Augsburgs Coach Markus Weinzierl verzichtete auf Neuzugänge im Aufgebot. Der vom FC Chelsea umworbene Abdul Rahman Baba zählte wie angekündigt zur Startelf. Doch beim Europa-League-Teilnehmer lief noch nicht alles nach Wunsch. Die bayerischen Schwaben setzten auf lange Bälle, doch die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Die besten Chancen gab es so nach Standards. Einen Freistoß von Markus Feulner köpfte Francisco Caiuby knapp neben den Kasten (12.). Alexander Esswein machte es nicht besser (28., 33.).

Die Saarländer versteckten sich nicht. Das Team von Trainer Michael Wiesinger, der 2000 mit dem FC Bayern den Pokal gewann, setzte auf Konter, die im Ansatz vielversprechend aussahen. Vor allem die schnellen Mijo Tunjic und Jan Nagel sorgten für Gefahr. Die defensive Ausrichtung der Elversberger, die unter Profibedingungen trainieren und zurück in die dritte Liga wollen, ging auf. Mit guten Zweikampfverhalten konnten immer wieder die Angriffe des Bundesligisten unterbunden werden.

Das wenig durchdachte Spiel des Favoriten bestraften die Saarländer. Nach einem leichtfertigen Ballverlust von Spielmacher Daniel Baier köpfte der ausgerückte Innenverteidiger Maek zur nicht unverdienten Führung ein. Weinzierl reagierte, brachte Bobadilla ins Spiel. Der bullige Stürmer stand gleich im Mittelpunkt, als er den Ball auf Tim Matavz weiterleitete, doch sein Schuss verfehlte das SVE-Gehäuse (59.). Bobabilla selbst machte es sieben Minuten vor dem Ende besser und erzielte aus der Drehung den Ausgleich. In der Verlängerung sorgten dann die ebenfalls eingewechselten Mölders und Werner für die Entscheidung.

dpa

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