Erste Runde

Pokal: Bayern locker - "Wölfe" entgehen Blamage

+
Der VfL Wolfsburg (hier Vierinha) geriet beim SV Darmstadt 98 gehörig ins Straucheln.

Berlin - Der Sonntag im DFB-Pokal brachte einige Überraschungen mit sich. Vor allem das Aus von Bundesligist FC Augsburg bei einem Viertligisten kam einer Sensation gleich. Der VfL Wolfsburg schrammte an einer Blamage vorbei.

Sven Schipplock (r.) erzielte fünf Tore für 1899 Hoffenheim.

1899 Hoffenheim fertigte am Sonntag den Hamburger Fünftligisten USC Paloma mit 9:0 (7:0) ab. Sven Schipplock erzielte dabei fünf Treffer. Zweitligist 1860 München zitterte sich bei Holstein Kiel zu einem 2:1 (1:0) dank eines späten Elfmetertores. Klassenrivale FC Erzgebirge Aue gewann das Ostderby beim Regionalligisten Carl Zeiss Jena mit 1:0.

Später am Nachmittag erreichten mit dem FC Bayern München und dem SC Freiburgzwei weitere Bundesligisten die zweite Pokal-Runde erreicht. Der Cupverteidiger aus München setzte sich durch Tore von Mario Götze (19.), Thomas Müller (29.), David Alaba (52.) und Claudio Pizarro (73.) beim Drittligisten Preußen Münster standesgemäß mit 4:1 durch. Für die Gastgeber traf der Niederländer Rogier Krohne (89./Handelfmeter). Bei den Münchnern vergab Neuzugang Robert Lewandowski einen Elfmeter. Der SC Freiburg gewann mit 2:0 beim Regionalligaclub Eintracht Trier. Kapitän Julian Schuster (51./Elfmeter) und Karim Guedé erzielten die Treffer.

Bremen muss in die Verlängerung

Das lange vermisste Glücksgefühl eines Pokalsieges kosteten die Bremer Profis in der eigenen Fankurve aus, auch wenn das Weiterkommen absolut kein Ruhmesblatt war. Immerhin konnte der Bundesligist mit einem 3:2 (1:1, 1:1)-Erfolg nach Verlängerung gegen die Regionalliga-Amateure des FV Illertissen die Fortsetzung der blamablen Pleiten-Serie im DFB-Pokal vermeiden. „Ein Ausscheiden hätte eine verheerende Wirkung für uns gehabt“, sagte Werder-Trainer Robin Dutt und gestand erleichtert: „Selbst beim 3:1 konntest du nicht sicher sein.“

Düsseldorf scheitert an Würzburg

Steven Lewerenz (l.) von Würzburg jubelt über seinen Treffer zum 3:2.

Fortuna Düsseldorf hat sich einmal mehr in der ersten Runde des DFB-Pokals bis auf die Knochen blamiert. Das Team von Trainer Oliver Reck kassierte beim Regionalligisten Würzburger Kickers eine verdiente 2:3 (2:2, 1:0)-Niederlage nach Verlängerung und schied damit wie im Vorjahr frühzeitig aus dem lukrativen Wettbewerb aus. In der Vorsaison war die Fortuna zum Pokal-Auftakt beim viertklassigen SC Wiedenbrück gescheitert. Steven Lewerenz sorgte in der 114. Minute mit einem abgefälschten Freistoß für die Entscheidung zugunsten des Teams von Coach Bernd Hollerbach. Heinrich Schmidgal (42.) hatte den Favoriten in Führung gebracht, ehe Würzburgs Torjäger Christopher Bieber (51., 55.) das Spiel innerhalb weniger Minuten drehte. Sergio Pinto (58.) mit einem direkt verwandelten Freistoß sorgte dann zunächst für neue Hoffnung bei der Fortuna, die nach einer Roten Karte (Tätlichkeit) für den kurz zuvor eingewechselten Charlison Benschop ab der 67. Minute in Unterzahl agierte.

Magdeburg kickt Augsburg raus

Der FC Augsburg hat sich bis auf die Knochen blamiert. Die Schwaben mussten sich nach einer enttäuschenden Vorstellung beim Viertligisten 1. FC Magdeburg mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und verpassten erstmals seit 2007 die zweite Runde. Das Tor des Tages für den einzigen DDR-Europapokalsieger erzielte Christian Beck (57.). Für Magdeburg war es der erste Einzug in Runde zwei seit dem legendären Pokal-Jahr 2000. Damals besiegte der dreimalige DDR-Meister in den ersten drei Runden den 1. FC Köln, Bayern München und den Karlsruher SC, ehe man am späteren Pokalsieger Schalke 04 scheiterte.

RB Leipzig haut Bundesligisten raus

Der finanzstarke Zweitliga-Neuling RB Leipzig sorgt unterdessen auch im DFB-Pokal für Furore und hat Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn in der ersten Runde aus dem Wettbewerb geworfen. Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Sachsen setzten sich mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung gegen die Ostwestfalen durch und schwimmen weiter auf ihrer Erfolgswelle. Die Treffer für RB erzielten Anthony Jung (43.) und der eingewechselte Clemens Fandrich (109.). Leipzig blieb damit auch im 18. Pflichtspiel nacheinander ohne Niederlage. Süleyman Koc (30.) hatte zuvor mit einem sehenswerten Distanzschuss zur Führung für Paderborn getroffen.

Glück für "Wölfe"

Geheimfavorit VfL Wolfsburg hat sich fünf Tage vor dem Ligastart bei Double-Gewinner Bayern München mit viel Glück in die zweite Pokalrunde gemogelt. Die Niedersachsen setzten sich erst im Elfmeterschießen mit 5:4 bei Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt 98 durch. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden. Held des Abend war auf Wolfsburger Seite Torwart Max Grün, der die Elfmeter von Maurice Exslager und Milan Ivana abwehrte.

dpa/sid

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Mit Spannung erwartet: Was sagt Schweinsteiger?
Mit Spannung erwartet: Was sagt Schweinsteiger?
60 Mio. Euro pro Jahr! Wechselt der DFB den Ausrüster?
60 Mio. Euro pro Jahr! Wechselt der DFB den Ausrüster?
Frankfurt bleibt in 1. Liga - Sieg gegen Club in Relegation
Frankfurt bleibt in 1. Liga - Sieg gegen Club in Relegation
Bild berichtet: Not-OP an Netzers Herz!
Bild berichtet: Not-OP an Netzers Herz!

Kommentare