Viertelfinale im DFB-Pokal

Werder zieht ins Halbfinale ein - Bayers Fluch hält an

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Werder Bremen hat im Viertelfinale Bayer Leverkusen geschlagen.

Leverkusen - Werder Bremen ist ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Im Viertelfinale besiegten die Hanseaten Bayer Leverkusen - die setzten ihren Viertelfinal-Fluch mit der Niederlage fort.

Werder Bremen hat den Viertelfinal-Fluch von Bayer Leverkusen im DFB-Pokal fortgesetzt und darf in einer bisher frustrierenden Saison plötzlich von einem Titel träumen. Die Hanseaten gewannen in einem echten Pokal-Fight mit 3:1 (2:1) bei den Rheinländern, deren Traum vom ersten Titel seit 22 Jahren damit wie in den vergangenen beiden Jahren in einem Viertelfinal-Heimspiel endete.

Die abstiegsbedrohten Bremer, die erstmals seit dem verlorenen Finale gegen Bayern München 2010 in der Runde der besten Acht standen, sind dagegen nur noch einen Schritt von ihrer elften Endspiel-Teilname entfernt. Ihren letzten von sieben Titeln gewannen sie 2009 im Finale gegen Leverkusen durch ein Tor von Weltmeister Mesut Özil.

„Wir haben defensiv sehr gut gestanden, die Mannschaft hat nach dem Gegentor reagiert wie eine Einheit. Jetzt gehen wir weiter im Pokal“, sagte Werder-Stürmer Claudio Pizarro bei Sky. Bayer-Torwart Bernd Leno war bitter enttäuscht: „Wir hatten alle den Traum vom Pokalfinale. Der ist jetzt vorbei.“

Bayer, dessen Geschäftsführer Michael Schade schon bei seinem Amtsantritt 2013 einen Pokal-Triumph als Ziel ausgegeben hatte, bleibt allenfalls in der Europa League noch eine vage Titelhoffnung. Javier „Chicharito“ Hernandez hatte Leverkusen vor 24.104 Zuschauern per Foulelfmeter mit seinem 22. Tor im 29. Pflichtspiel in Führung gebracht (22.). Santiago Garcia (31.) und Pizarro (42., Foulelfmeter) drehten aber das Spiel. Bayer musste zudem nach der Roten Karte gegen Wendell wegen einer Notbremse vor dem Strafstoß die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Florian Grillitsch (82.) sorgte aus Abseitsposition für die Entscheidung. „Der Schiedsrichter und der Assistent waren sich nicht sicher“, berichtete Leno, „leider haben sie falsch entschieden.“

Werder-Coach Viktor Skripnik bot sein Team nach dem 1:5-Debakel bei Borussia Mönchengladbach und dem Ausfall von Kreativspieler Zlatko Junuzovic sowie Torjäger Anthony Ujah (zumindest auf der Bank) in einem defensiveren 4-1-4-1 auf. Die Hanseaten wirkten dadurch ausgesprochen kompakt.

Bayer fand wenige Lücken im dichten Mittelfeld und versuchte, dies meist durch weite Bälle auf „Wandspieler“ Stefan Kießling zu überbrücken. Was aber über weite Strecken viel zu leicht zu durchschauen und damit auch relativ leicht zu verteidigen war. Nach einer Viertelstunde übernahm Werder dann sogar das Kommando und inszenierte vor allem über die linke Seite mit den in die Mannschaft gerutschten Fin Bartels und Grillitsch einige vielversprechende Angriffe.

Ein allzu ungeschicktes Foul von Alejandro Galvez an Stefan Kießling im Strafraum stoppte diese Drangphase, Chicharito verwandelte. Doch auch Bayers Herrlichkeit währte nur kurz: Nach Garcias Ausgleich verlor der Favorit komplett den Faden, Werder nutzte dies mit couragiertem Spiel eiskalt aus.

Nach der Pause baute Bayer-Trainer Roger Schmidt sein Team in zwölf Minuten zweimal komplett um. Direkt nach dem Wechsel stellte er mit Blick auf den Platzverweis von Linksverteidiger Wendell auf eine Dreierkette aus drei Innenverteidigern um - rechts rückte Nationalspieler Karim Bellarabi bei Gefahr ein. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung Chicharitos rückte Hakan Calhanoglu zu Kießling in den Sturm, drei weitere Spieler eine Position vor.

Nach vorne gingen dennoch weiter wenig, hinten verhinderte der eingewechselte Andre Ramalho vor Pizarro zumindest vorerst das 1:3 (54.).

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