Neues Logo zeigt die Wittelsbacherbrücke

DFB-Präsident wirbt: München schon bereit für EM 2024!

München - 2020 ist München Schauplatz der FUßball-EM, jetzt wurde das Logo präsentiert. DFB-Präsident Reinhard Grindel ergriff die Gelegenheit, um für die deutschen Bewerbung für die EM 2024 zu werben.

Verschiedene Länder, unterschiedliche Kulturen und Fans aus ganz Europa überall in Europa – die EM 2020 wird nicht nur ein spezielles Turnier, sondern soll für den neuen UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin auch „als ­Brücke zwischen den Nationen“ dienen. Unter diesem Motto steht die erste paneuropäische Endrunde der EM-Geschichte, und München ist mittendrin. Die bayerische Landeshauptstadt ist der einzige deutsche Spielort des Turniers, im Olympiapark wurde jetzt das Münchner EM-Logo präsentiert. Es zeigt die Wittelsbacherbrücke, die Europas Brückenschlag symbolisieren soll.

Reinhard Grindel ergriff die Gelegenheit gleich mal, um eine weitere Brücke zu bauen – zur deutschen Bewerbung für die EM 2024. „Das ist für uns ein Leuchtturmprojekt“, betonte der DFB-Präsident und nutzte Ceferins Besuch zur Charme-Offensive. Einen viel besseren Ort konnte er sich dafür nicht aussuchen, denn München ist heute schon bereit!

Für die Bewerbung um die Ausrichtung der EM 2024 ist das Stadion des FC Bayern ein zentraler Baustein in den Plänen des DFB, spätestens nach Ceferins Worten am Mittwowchmittag. „Die Allianz Arena ist für mich das beste Stadion in Europa“, erklärte der 49-Jährige, der am Mittwochabend beim Pokalerfolg des FCB gegen Augsburg vor Ort war.

DFB-Präsident Grindel (3.v.li.) und UEFA-Präsident Ceferin (4.v.li.) mit Ex-Nationalspieler Thon, DFB-Vizepräsident Koch, Münchens OB Reiter, Bayerns Innenminister Herrmann, FCB-Boss Rummenigge und Ex-Nationalspieler Brehme (v.l.).

Ein Kompliment, das Karl-Heinz Rummenigge gerne hörte. „Ich bin mir sicher, dass das Land Bayern, die Stadt München und der FC Bayern gute Gastgeber sein werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters. „Die Fans aus ganz Europa sollen sich bei uns wohlfühlen“, meinte DFB-Präsident Grindel, der sich gestern viel lieber schon mit der darauffolgenden Endrunde 2024 beschäftigen wollte. „Wir haben alles, was es braucht. Tolle Stadien, die nötige In­frastruktur und begeisterungsfähige Fans“, versuchte der 55-Jährige seinem Kollegen Ceferin schon mal eine komplette EM hierzulande schmackhaft zu machen. Der reagierte cool. „Jeder Spieler muss sich warmlaufen, auch wenn er nicht weiß, wann er den Platz betreten darf“, antwortete der Slowene ziemlich unbeeindruckt. Gewisse Sympathie zur deutschen Bewerbung hatte er mit seinem Lob für die Allianz Arena aber zuvor bereits durchblicken lassen, auch deshalb äußerte sich Grindel im Anschluss an die Veranstaltung sehr optimistisch.

Die Allianz Arena wird Schauplatz der Fußball-EM 2020 - und auch 2024?

„Man mag mich einen Idealisten nennen, aber ich gehe fest davon aus, dass die beste Bewerbung den Zuschlag erhalten wird“, sagte der Politiker. „Ich werde mein ganzes Gewicht als DFB-Präsident dafür einsetzen, dass es so kommt.“ Mit der Allianz Arena, die sich schon im internen Duell um den deutschen Spielort 2020 gegen das Berliner Olympiastadion durchgesetzt hatte, hat er ein akkurates Ass im Ärmel.

Sven Westerschulze

Rubriklistenbild: © dpa

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