Boateng: "Ausrufezeichen setzen"

DFB-Team ohne "Traumelf" gegen Zwerg Gibraltar

Jerôme Boateng
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Jerôme Boateng.

Berlin - Gegen Gibraltar und Spanien sollen es die deutschen Weltmeister noch einmal auf dem Fußballplatz krachen lassen. 21 Spieler hat Bundestrainer Löw zur Verfügung, aber keine „Traumelf“.

Nach dem nochmaligen Schwelgen in schönen WM-Erinnerungen hat DFB-Teammanager Oliver Bierhoff die Fußball-Nationalspieler eindringlich zu einem erfolgreichen Länderspielausklang 2014 aufgefordert. „Nach den verkorksten Auftritten wollen wir einen guten Abschluss haben“, sagte Bierhoff am Dienstag in Berlin mit Blick auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar und die freundschaftliche Kraftprobe des Weltmeisters mit Europameister Spanien.

„Es ist für uns wichtig, dass wir drei Punkte gegen Gibraltar einfahren und die Partie gegen Spanien, was ein interessantes Spiel ist, erfolgreich bestreiten“, betonte Bierhoff. Weltmeister Jérôme Boateng versicherte, dass der Wunsch der sportlichen Leistung um Bundestrainer Joachim Löw beim Team angekommen ist. „Wichtig ist, dass wir ein Ausrufezeichen setzen“, sagte der Münchner.

Die Ehrung durch Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue und die Premiere des WM-Films am Montag hatten die Weltmeister in vollen Zügen genossen. „Es war ein wunderbarer, großer Tag“, sagte Boateng. Auch Bierhoff gab zu, dass es für alle am im DFB-Tross schwer sei, „auf Knopfdruck“ wieder auf den sportlichen Alltag umzuschalten. Aber man müsse als Champion den Erwartungen nach den letzten nicht erfolgreichen Spielen in Polen (0:2) und gegen Irland (1:1) wieder gerecht werden. „Wir müssen als Weltmeister auftreten. Der Weg geht weiter“, sagte Bierhoff.

Gegen Punktelieferant und Fußball-Zwerg Gibraltar kann es dabei an diesem Freitag in Nürnberg nur um die Höhe des Sieges gehen. Das Stadion ist ausverkauft, was die deutschen Spieler animieren soll. „Gibraltar ist nicht der Gegner, der alle vom Hocker haut. Wir hoffen, die Leute mit unserem attraktiven Fußball zu begeistern“, sagte Bierhoff. Boateng und Teamkollege Lukas Podolski räumten ein, noch keinen Spieler von Gibraltar namentlich zu kennen.

Löw konnte die Vorbereitung auf das letzte Wettbewerbsspiel des Jahres am Dienstag ohne weitere Ausfälle in Angriff nehmen. Nach den Absagen der Offensivkräfte Marco Reus (Fußverletzung) und André Schürrle (Fitnessrückstand) stehen ihm noch 18 Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung. „Wir haben genug Qualität, gegen Gibraltar sowieso, aber auch, um gegen Spanien zu bestehen“, sagte Bierhoff.

Die Rücktritte der Weltmeister Philipp Lahm, Miroslav Klose und Per Mertesacker sowie zahleiche verletzungsbedingte Ausfälle wie etwa der des neuen Kapitäns Bastian Schweinsteiger machen Löw aktuell das Leben schwer, wie Bierhoff klagte: „Man kann nie mit der Traumelf spielen.“ Gegen Gibraltar sollte es auch so reichen.

dpa

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