Verletztensorgen für Löw

DFB-Tests mit neuen Kleidern und alten Problemen

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Joachim Löw muss bei den anstehenden Testspielen auf einige Stammspieler verzichten.

Köln- Bundestrainer Joachim Löw drohen für die Länderspiele in Frankreich und gegen die Niederlande der Ausfall von weiteren nominierten Spielern.

Neue Trikots, neues Personal und altbekannte Probleme: Für den letzten Doppelpack der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr muss sich Bundestrainer Joachim Löw wieder mit Absagen beschäftigen. Im Fall von Leverkusens Karim Bellarabi wurde die Befürchtung am Sonntag bereits Wirklichkeit, denn der 25 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler sagte seine Teilnahme für die beiden Härtetests bei EM-Gastgeber Frankreich in Paris am 13. November (21.00 Uhr/ARD) sowie vier Tage später gegen die Niederlande in Hannover (20.45 Uhr/ZDF) ab.

Bellarabi laboriert an einer Muskelverletzung mit Einblutung am hinteren linken Oberschenkel. Auch der Einsatz von Bayer-Mittelfeldakteur Christoph Kramer (Grippe) ist nicht hundertprozentig sicher. Für Löw sind die Spiele dennoch wichtige Standortbestimmungen. „Nun beginnt für uns die Phase der Vorbereitung auf die EM, deswegen werden wir jede Gelegenheit nutzen, einige Varianten zu testen“, sagte der 55-Jährige, der sich mit Blick auf die EURO (10. Juni bis 10. Juli 2016) wichtige Erkenntnisse erhofft.

Bevor die Mannschaft am Dienstagvormittag auf dem Trainingsgelände der Bayern an der Säbener Straße ihre Arbeit aufnimmt, steht für Emre Can, Jonas Hector und Lukas Podolski zunächst noch ein Termin in Berlin auf dem Programm. Gemeinsam mit dem deutschen Rapper Cro präsentiert das Trio an der Spree die neuen Heimtrikots. Drei Tage später werden dann an der Seine die neuen Auswärts-Shirts vorgestellt, die 24 Stunden später im Stade de France von St. Denis Premiere feiern.

Für Löw zählt aber weniger das optische Erscheinungsbild seiner Mannschaft, sondern viel mehr das Auftreten nach der holprigen EM-Qualifikation. In Rückkehrer Mario Gomez sowie den Neulingen Leroy Sane und Kevin Trapp stehen dabei drei Akteure besonders im Fokus.

Torwart Trapp konnte mit dem französischen Meister Paris St. Germain am Wochenende durch ein 5:0 gegen den FC Toulouse den Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausbauen. Auch andere Legionäre feierten ein Erfolgserlebnis. Allen voran Kapitän Bastian Schweinsteiger, der verletzungsbedingt von den zehn Qualifikationsspielen nur vier bestreiten konnte. Der 31-Jährige spielte beim 2:0 von Manchester United gegen West Bromwich Albion 90 Minuten durch.

Dagegen gab Podolski trotz eines eigenen Treffers mit Galatasaray Istanbul einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand und verpasste den Sprung an die Spitze der türkischen Süper Lig. Gala führte bis zur 90. Minute bei Rizespor 3:2, kassierte aber noch zwei Treffer und verlor 3:4. Der Weltmeister suchte am Tag danach Ablenkung beim Basketball und drückte seinen RheinStars Köln gegen Kirchheim die Daumen.

SID

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