Weniger Beamte bei Fußballspielen

Rettig über Polizei-Projekt: Konzept verdient Chance

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Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Mainz - DFL-Chef Rettig findet, dass das Konzept, die Präsenz der Polizei bei Fußballspielen zu verringern, eine Chance verdient hat. Für einen anderen Aspekt des Pilotprojekts hat er aber kein Verständnis.

In der Diskussion rund um die Regelung von Polizeieinsätzen bei Bundesliga-Spielen unterstützt DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig weiterhin das Pilotprojekt Nordrhein-Westfalens. „Wir sollten dem Konzept eine Chance geben. Es ist wunderbar, wenn die Fans jetzt die Chance haben, Einfluss zu nehmen. Das Konzept findet unsere Zustimmung“, sagte Rettig am Samstag im ZDF-Sportstudio über den Plan von NRW, an den ersten vier Spieltagen bei ausgewählten Partien weniger Beamte einzusetzen.

Weiterhin kein Verständnis hat Rettig hingegen für den Bremer weg, einen Teil der Kosten von Polizeieinsätzen bei Fußballspielen auf die Deutsche Fußball Liga (DFL) abzuwälzen. Trotzdem wünsche er sich weiterhin einen Dialog mit den Bremer Verantwortlichen, um eine Lösung zu finden: „Wir versuchen weiter mit Bremen zu reden und so wie ich die Signale verstanden habe, ist da auch Gesprächsbereitschaft.“

Lindner: "Die Sicherung von Großveranstaltungen ist eine staatliche Aufgabe"

Auch FDP-Chef Christian Lindner kritisierte den Vorstoß des Bremer Senats. „Die Sicherung von Großveranstaltungen ist eine staatliche Aufgabe“, sagte Lindner dem Nachrichtenmagazins Focus: „Wer will die Verantwortung übernehmen, wenn es zu Gefahren kommt, nur weil nicht genügend Polizisten vor Ort waren?“ Wie Besucher anderer Veranstaltungen auch hätten Fußballfans ein Recht auf Sicherheit, so Lindner: „Wir schützen Autorennen, obwohl es auch Radfahrer gibt, oder Demonstrationen, deren Anliegen wir nicht teilen.“

Zudem gab Rettig zu, dass die Entscheidung, Bremen das Länderspiel wegzunehmen, diskussionswürdig sei. „Über die Tatsache, ob man das Länderspiel von A nach B verlegt, darüber kann man sicherlich diskutieren. Ich habe Verständnis dafür, wenn man die Entscheidung kritisiert.“

SID

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