Fußball-Zeiten und Milliarden-Einnahmen

DFL-Chef Seifert: Neue Anstoßzeiten "keine Revolution"

Christian Seifert verteidigt die neuen Anstoßzeiten. Foto: Arne Dedert
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Christian Seifert verteidigt die neuen Anstoßzeiten. 

Berlin - DFL-Chef Christian Seifert sieht in den geplanten neuen Anstoßzeiten für Spiele der Fußball-Bundesliga keine tiefgreifenden Änderungen.

"Ich habe irgendwo von einer Revolution gelesen, die dem Fußball nun droht. Das ist deutlich zu weit geschossen", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt". "Wenn von 306 Partien aus sportlichen Gründen künftig fünf Begegnungen sonntags um 13:30 Uhr sowie fünf am Montag statt der 2. Bundesliga gespielt werden sollen, ist das in meinen Augen nicht unverhältnismäßig."

Die DFL versuche mit den zusätzlichen Anstoßzeiten, "unsere Europapokal-Teilnehmer zu entlasten mit zehn Spielen, die sie nicht Samstagnachmittag bestreiten müssen", meinte Seifert. In der vergangenen Woche waren die Pläne für die Erstliga-Spiele am Sonntag (13.30 Uhr) und Montag (20.15 Uhr) bekanntgeworden. Die Änderungen sollen von der Saison 2017/18 an gelten, wenn zugleich einer neuer TV-Vertrag in Kraft tritt. Die milliardenschweren Medienrechte werden im April 2016 vergeben. Aus dem derzeit noch laufenden Vierjahresvertrag erhält die Bundesliga durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Jahr. 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht mit dem Durchbruch der Milliarden-Schallmauer als Ziel in das Ausschreibungsverfahren ihrer Medienrechte ab 2017. „Es ist realistisch“, sagte Seifert zum angestrebten Saisonerlös, „dass die Gesamtsumme aus In- und Auslandsvermarktung über einer Milliarde Euro liegen wird.“

dpa/sid

Interview bei welt.de

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