Fußball-Ikone macht Ernst

Journalist twittert: Maradona will FIFA-Boss werden

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Daumen hoch für einen Job bei der FIFA: Diego Maradona bewirbt sich als neuer Chef des Weltverbandes.

Montevideo - Jetzt ist es raus: Diego Maradona will FIFA-Präsident werden und damit die Nachfolge von Sepp Blatter antreten. Das ließ der Weltstar über einen Journalisten verbreiten.

Argentiniens Fußball-Ikone Diego Maradona will angeblich für das Präsidenten-Amt beim kriselnden Weltverband FIFA kandidieren. Das berichtete der uruguayische Journalist Victor Hugo Morales nach einem Telefonat mit dem Weltmeister-Kapitän von 1986 im Kurznachrichtendienst Twitter. Maradona selbst, der zusammen mit Morales im venezolanischen Fernsehen eine Fußball-Sendung moderiert, hat jedoch nach der Rückzugsankündigung des amtierenden FIFA-Chefs Joseph S. Blatter (Schweiz) zu Monatsbeginn bislang nur Ambitionen auf einen Posten als FIFA-Vizepräsident erkennen lassen.

„Ich habe Diego Maradona angerufen, um mich nach dem Gesundheitszustand seines Vaters zu erkundigen. Er hat mir gesagt, dass er Kandidat wäre, und mir erlaubt, das bekanntzugeben. 'Ich bin Kandidat': Das sind die Worte, mit denen er mir geantwortet hat, als ich ihn zur Kandidatur als Präsident der FIFA gefragt habe", twitterte Morales.

Maradona, der die FIFA und Blatter in den vergangenen Jahren immer wieder scharf kritisiert hat, wäre der dritte Anwärter auf das wichtigste Amt im Weltfußball. Seit Blatters Abschiedsankündigung hatte sich der 54-Jährige mehrfach als Vizepräsident der FIFA unter Blatters zuletzt noch unterlegenen Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein (Jordanien) ins Gespräch gebracht. In dieser Funktion, erklärte Maradona mit Blick auf die FIFA-Spitze, "werde ich mit denen allen aufräumen“.

Bewerber aus Brasilien und Liberia

Vor dem 54-Jährigen, der aufgrund von zwei Dopingsperren als Profi ein sehr angespanntes Verhältnis zur FIFA besitzt, hatten schon Brasiliens Idol Zico und Liberias Verbandsboss Musa Bility eine Bewerbung als Blatter-Nachfolger in Aussicht gestellt. Laut FIFA-Statuten müssen Kandidaten für das Präsidenten-Amt von einem nationalen FIFA-Mitgliedsverband vorgeschlagen werden und benötigen darüber hinaus für die Zulassung zur Wahl die schriftlich bestätigte Unterstützung von insgesamt fünf Nationalverbänden.

Ob Prinz Ali beim Außerordentlichen FIFA-Kongress in Zürich, der im Juli von der Exekutive terminiert werden soll, nochmals als Präsidentschafts-Kandidat antritt, ist noch offen. Auch beim Europa-Verband UEFA hat sich Präsident Michel Platini (Frankreich) zumindest noch nicht öffentlich zu einer Kandidatur für Blatters nachfolge positioniert.

sid

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