Dortmund verpasst Befreiungsschlag

Leverkusen, Schalke und Gladbach siegen

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Schalkes Kaan Ayhan und Paderborns Stefan Kutschke (r) kämpfen um den Ball.

Köln - Borussia Dortmund hat zum Abschluss des 16. Spieltags der Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag verpasst, der Tabellenzweite VfL Wolfsburg den satten Rückstand auf Herbstmeister Bayern München nur ein wenig verkürzt.

Der BVB und die Wölfe trennten sich im direkten Duell 2:2 (1:1). Die Borussia bleibt als 16. im Keller, der VfL liegt elf Zähler hinter den Rekordmeister.

Die Verfolger des Spitzenduos gewannen unterdessen allesamt: Bayer Leverkusen siegte bei 1899 Hoffenheim 1:0 (0:0), Schalke 04 bezwang Aufsteiger SC Paderborn glücklich 2:1 (1:1). Borussia Mönchengladbach kam zu einem 4:1 (2:0)-Sieg gegen Werder Bremen. Hertha BSC vergab beim spektakulären 4:4 (3:1) bei Eintracht Frankfurt einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg.

In Dortmund hatte Pierre-Emerick Aubameyang (8.) die Borussia vor 80.467 Zuschauern in einem phasenweise hochklassigen Spiel in Führung gebracht, Kevin de Bruyne glich per direktem Freistoß aus (29.). In der Schluss-Viertelstunde wurde es turbulent: Ciro Immobile (76.) ließ die Borussia vom dritten Heimsieg in Folge träumen, Naldo (85.) per Kopf beendete die Hoffnungen trocken.

Leverkusen durfte sich in Hoffenheim bei der Neuauflage der Phantomtor-Partie ausgerechnet beim damaligen Sündenbock Stefan Kießling bedanken. Der Torjäger, dessen Kopfball ans Außennetz im Oktober 2013 als Treffer gewertet worden war, erzielte das einzige Tor der Partie (79.). Bei seinem Torjubel lag Kießling in jenem berühmten Netz, Bayer (27 Punkte) vergrößerte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation den Abstand auf Hoffenheim (23).

Schalke war beim stark aufspielenden Aufsteiger aus Ostwestfalen durch ein Eigentor von Kaan Ayhan (31.) sogar in Rückstand geraten. Eric Maxim Choupo-Moting glich vor der Pause aus (44.), Roman Neustädter (78.) sicherte den Knappen per Kopf den glücklichen aber wertvollen Sieg.

Der Ex-Bremer Max Kruse (32., Foulelfmeter) traf in Mönchengladbach zur Führung und bereitete die Treffer von Oscar Wendt (38.) und Weltmeister Christoph Kramer (64.) vor, Branimir Hrgota (88.) traf zum Endstand. Zlatko Junuzovic (51.) hatte zwischenzeitlich mit einem sehenswerten Freistoß verkürzt. Luca Caldirola, der bereits beim Tor von Wendt eine unglückliche Figur gemacht hatte, sah zudem wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (66.).

Hertha war in einer dramatischen Parite in Frankfurt zunächst mit gnadenloser Effizienz 3:0 in Führung gegangen, John Anthony Brooks (21.) und Änis Ben-Hatira (33.) trafen nach Standardsituationen, Julian Schieber (37.) erhöhte, ehe Stefan Aigner (43.) vor der Pause zum Anschluss traf und Haris Seferovic (58.) auf 2:3 verkürzte. Nach dem Treffer von Peter Niemeyer (80.) schien das Spiel entschieden, doch Frankfurts Torjäger Alexander Meier glich mit einem Doppelpack doch noch aus.

SID

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