"Wir hatten ein vertrauensvolles Verhalten"

Fandel und Krug dementieren Machtkampf

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Herbert Fandel und Helmut Krug dementieren zwischenmenschliche Differenzen.

Frankfurt/Main - Um den angekündigten Rückzug von Herbert Fandel als Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses sprießen die Spekulationen.

Differenzen und ein Machtkampf mit Hellmut Krug sollen Fandel zu diesem Schritt veranlasst haben. Beide dementierten prompt.

Einen Tag nach seiner Rückzugsankündigung hat Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel ein Zerwürfnis mit dem DFL-Schiedsrichtermanager Hellmut Krug bestritten. „Mit Hellmut Krug habe ich in den zurückliegenden sechs Jahren sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, wird der 51-Jährige in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag zitiert. Auch Krug trat der Darstellung der Bild-Zeitung entschieden entgegen, zwischen ihm und Fandel habe es einen Machtkampf innerhalb des Schiedsrichter-Ausschusses gegeben. „Das ist dummes Zeug. Wir sind nicht immer einer Meinung. Aber wir hatten sechs Jahre ein komplett vertrauensvolles Verhältnis“, sagte der Gelsenkirchener.

Das Boulevard-Blatt hatte berichtet, Fandel werde nicht wie erklärt aus „persönlichen Gründen“ im Sommer als Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission ausscheiden, sondern wegen Differenzen und eines Machtgerangels mit Krug. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) reagierte auf die Spekulationen um die früheren FIFA- Unparteiischen und ließ über einen Sprecher mitteilen: „Über angebliche persönliche Differenzen im Schiedsrichterbereich werden wir intern mit dem DFB ebenso sprechen wie über die personelle Neuaufstellung.“

Zimmermann lobt Arbeit von Fandel und Krug

DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann verwies auf die gute Arbeit im Schiedsrichter-Ausschuss. „Dank der Arbeit von Herbert Fandel, Hellmut Krug und ihrem gesamten Team sind wir im deutschen Schiedsrichterwesen seit Jahren auf einem guten Weg.“ DFB und DFL wollen nach Fandels Ausscheiden gemeinsam „im konstruktiven Dialog“ die Belange der deutschen Referees vorantreiben. Auch Fandel erhofft sich durch seinen Schritt „neue Impulse für das Schiedsrichterwesen“.

Fandels Rückzug aus dem Tagesgeschäft könnte auch mit seinen anderen Aufgaben zu tun haben. Der studierte Konzertpianist ist Leiter der Kreismusikschule Bitburg-Prüm und des Kulturamts des Eifelkreises. Dem Schiedsrichter-Ausschuss möchte er weiterhin beratend zur Seite stehen.

Der frühere FIFA-Referee Fandel war im April 2010 auf einem Außerordentlichen Bundestag des DFB zum Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses gewählt worden. In dieser Funktion war der Kyllburger seither auch verantwortlich für die Unparteiischen und Assistenten der 1. und 2. Bundesliga.

dpa

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