24 Teams spielen um den Titel

Die Kader der EM-Teilnehmer im Überblick

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24 Nationen spielen in Frankreich um den EM-Titel.

München - Die Kader für die Teilnehmer an der EM 2016 in Frankreich stehen: Hier erhalten Sie einen Überblick über die Kader bei der Europameisterschaft.

Für die 24 Mannschaften hat die Vorbereitung auf die EM in Frankreich begonnen. Wie Deutschland bestreiten viele weitere Nationen das erste Trainingslager mit einem größeren Aufgebot. Bis Ende Mai müssen jedoch alle Teilnehmer ihren finalen 23-Mann-Kader bei der UEFA gemeldet haben.

Gruppe A:

Albanien hat sich erstmals für ein Großereignis qualifiziert. Im Aufgebot für die EM in Frankreich von Nationaltrainer Giovanni De Biasi befinden sich zwei Bundesligalegionäre - Mergim Mavraj vom 1. FC Köln sowie der Freiburger Amir Abrashi. Zudem kommt es in der Gruppenphase zu einem Brüderduell. Taulant Xhaka spielt mit Albanien gegen die Schweiz mit Granit Xhaka.

Frankreich ist bereits 1984 Europameister im eigenen Land geworden und möchte das Kunststück in diesem Jahr wiederholen. In seinem EM-Aufgebot muss Nationaltrainer Didier Deschamps jedoch auf einige Superstars verzichten. Die Verteidiger Jeremy Mathieu (FC Barcelona) und Raphael Varane fehlen verletzt und Franck Ribéry (FC Bayern) sowie Karim Benzema (Real Madrid) fanden keine Berücksichtigung. Ribéry hat vor der WM in Brasilien seinen Rücktritt aus der "Equipe Tricolor" erklärt und Benzema wurde wegen seiner Verstrickung in den Erpressungsversuch von Teamkollegen Mathieu Valbuena von französischen Nationalmannschaft ausgeschlossen.

Rumänien gilt als klarer Außenseiter, doch unterschätzen sollte man die Karpaten nicht. In den zehn EM-Qualifikationsspielen kassierten die Rumänen keine einzige Niederlage und mussten lediglich zwei Gegentore hinnehmen - die wenigsten aller Teilnehmer an der EM-Qualifikation. Im Aufgebot für die EM in Frankreich von Nationaltrainer Angehl Iordanescu steht kein deutscher Spieler. 

Bei der WM in Brasilien scheiterte die Schweiz im Achtelfinale gegen Argentinien erst nach Verlängerung mit 0:1. Bei einer Europameisterschaft wollen die Eidgenossen in Frankreich erstmals die K.o.-Phase erreichen. Für die Nationalmannschaft werden bei der Euro viele bekannte Gesichter auflaufen. Nationalcoach Vladimir Petkovic nominierte gleich elf Bundesligaspieler für sein EM-Aufgebot.

Gruppe B:

England hat sich als erste Nation nach Gastgeber Frankreich für die Europameisterschaft qualifiziert. Die "Three Lions" haben alle ihre zehn Qualifikationsspiele gewonnen. Nationaltrainer Roy Hodgson vertraut auch in seinem Aufgebot für die EM in Frankreich auf viele junge und hungrige Spieler.

Russland tritt zum fünften Mal nacheinander die Reise zu einer Europameisterschaft an. Allerdings überstand die "Sbornaja" (zu deutsch: Die Mannschaft) nur 2008 die Vorrunde und setzte sich sogar im Viertelfinale gegen die favorisierten Niederländer durch, ehe im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Spanien das Aus erfolgte. Für die EM in Frankreich setzt Nationaltrainer Leonid Slutski in seinem Kader auf viele arrivierte Spieler und einen Debütanten aus der Bundesliga.

Erstmals nimmt die Slowakei als eigenständige Nation an einer Europameisterschaft teil. Mit Peter Pekarik (Hertha BSC) und Dusan Svento (1. FC Köln) sind auch zwei Spieler aus der Bundesliga für die Slowaken im Aufgebot für die EM in Frankreich. Der Schlüsselspieler der Osteuropäer jedoch ist Marek Hamsik vom SSC Neapel.

Wales hat sich nach 58 Jahren wieder für ein Großereignis qualifiziert - 1958 nahmen die Briten an der WM in Schweden teil. Das Aufgebot für die EM in Frankreich wird angeführt von Gareth Bale. Dem Superstar von Real Madrid stehen zudem Aaron Ramsey (FC Arsenal) und Joe Allen (FC Liverpool) zur Seite.

Gruppe C:

Weltmeister Deutschland reist als Mitfavorit zur Euro. Bundestrainer Joachim Löw hat für seinen EM-Kader 23 Spieler nominiert. Darunter befinden sich der zuletzt verletzte Kapitän Bastian Schweinsteiger sowie die Youngster Joshua Kimmich, Julian Weigl und Leroy Sané. Nicht bei der EM dabei sind Julian Brandt, Karim Bellarabi, Sebastian Rudy und Marco Reus.

Für Nordirland ist die Teilnahme an der EM in Frankreich der erste Auftritt bei einer Europameisterschaft. Einen Tag nach dem Testspielsieg gegen Weißrussland am 27. Mai - zugleich der elfte Auftritt in Folge ohne Niederlage - verkündete Nationaltrainer Michael O'Neill seinen Kader für die Euro 2016.

Polen nimmt zum dritten Mal an einer Europameisterschaft teil. Zuletzt scheiterten die "Biało-Czerwoni" (zu deutsch: die Weiß-Roten) 2008 und 2012 jeweils in der Gruppenphase. Angeführt von Superstar Robert Lewandowski wollen die Osteuropäer erstmals die K.o.-Phase erreichen. Zudem steht noch ein weiterer Bundesliga-Legionär im Aufgebot für die EM in Frankreich.

Vor vier Jahren war die Ukraine mit Polen Gastgeber der EM 2012. Für die Euro 2016 hat sich die Mannschaft erstmals auf sportlichem Weg für eine Endrunde qualifiziert. Bei einer großen Zeremonie in Kiew, mit einer Audienz bei Präsident Petro Poroschenko, gab Nationaltrainer Michail Fomenko den Kader für die EM in Frankreich bekannt.

Gruppe D:

Kroatien nimmt zum vierten Mal in Folge an einer Europameisterschaft teil. Nachdem Dejan Lovren von Europa-League-Finalist FC Liverpool im Vorfeld einen Stammplatz forderte, fand der Innenverteidiger keine Berücksichtigung im Kader für die EM in Frankreich. Dafür sind mit Tin Jedvaj (Bayer Leverkusen) und Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim) zwei Spieler aus der Bundesliga dabei.

Spanien hat bei der WM in Brasilien ein Desaster erlebt und ist als Titelverteidiger bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Auch zur EM nach Frankreich reist "La Furia Roja" (zu deutsch: Die rote Furie) als amtierender Champion. Und Nationaltrainer Vicentente del Bosque hat bereits bei seiner Nominierung für den EM-Kader von Spanien für einige Überraschungen gesorgt, indem er Javier Martinez, Juan Bernat (beide FC Bayern), Juan Mata (Manchester United), Diego Costa (FC Chelsea) und Fernando Torres (Atlético Madrid) nicht berücksichtigte.

Tschechien ist seit 1996 bei allen kontinentalen Großereignissen vertreten. 2004 zogen Tomas Rosicky, Petr Cech und Co sogar ins Halbfinale ein. Die beiden Altstars stehen auch im Kader für die EM in Frankreich und sind die Stars des Teams. Im erweiterten Kreis befinden sich zudem die Bundesligaspieler Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen), Pavel Kaderabek (Hoffenheim) und Vladimir Darida (Hertha BSC).

2008 erreichte die Türkei bei ihrer letzten Euro-Teilnahme das Halbfinale, wo die Türken an Deutschland scheiterten. Auch damals hieß der Trainer der Türkei Fatih Terim. Der Coach berief mit Hakan Calhanoglu (Bayer Leverkusen), Nuri Sahin (Borussia Dortmund) und Yunus Malli (1. FSV Mainz 05) drei in Deutschland aktive Spieler in sein Aufgebot für die EM in Frankreich.

Gruppe E:

Belgien war einige Zeit führende Nation der FIFA-Weltrangliste, wurde aber kürzlich von Argentinien eingeholt. Auf Platz zwei liegend sind die "Roten Teufel" dennoch das bestplatzierteste europäische Land und reisen als Mitfavorit zur Euro ins Nachbarland. Nationaltrainer Marc Wilmots muss in seinem Aufgebot für die EM in Frankreich auf seinen verletzten Kapitän Vincent Kompany verzichten, berief aber dennoch zahlreiche Stars - vor allem aus der Premier League.

Mit einem EM-Kader von 23 Mann nimmt Irland die Euro in Frankreich in Angriff. Die weitestgehend unbekannten Spieler sind hauptsächlich in England aktiv. Superstar ist Kapitän Robbie Keane, der allerdings für LA Galaxy aufläuft.

Italien hat zwar seine Qualifikationsgruppe gewonnen, dabei aber keinesfalls überzeugt. Dennoch ist die "Squadra Azzurra" bei einem Turnier keinesfalls zu unterschätzen. In seinem Kader für die EM in Frankreich verzichtet Trainer Antonio Conte jedoch auf Regisseur Andrea Pirlo, der in New York seine Karriere ausklingen lässt, und auch auf Mario Balotelli, der seit geraumer Zeit auf dem Platz nicht mehr zu alter Form findet.

Schweden hat sich in den Play-offs gegen Nachbar Dänemark durchgesetzt und nimmt zum fünften Mal in Folge an einer Europameisterschaft teil. Angeführt werden die "Tre Kronors" (zu Deutsch: Drei Kronen) von ihrem Superstar Zlatan Ibrahimovic. Dem Kader für die EM in Frankreich gehören auch Albin Ekdal (Hamburger SV) und Emil Forsberg (RB Leipzig) an.

 Gruppe F:

Island hat sich erstmals für ein großes internationales Turnier qualifiziert. Nationaltrainer Lars Lagerbäck hat den Inselstaat seit seiner Amtsübernahme im Oktober 2011 von Platz 108 der FIFA-Weltrangliste auf Position 35 geführt, wird aber nach der Euro zurücktreten. Teil des 23-köpfigen Kaders für die EM in Frankreich sind auch Alfred Finnbogason (FC Augsburg) und Jon Dadi Bödvarsson (1. FC Kaiserslautern).

Österreich hat sich zum ersten Mal seit 1964 wieder aus eigener Kraft für eine Europameisterschaft qualifiziert. Die Rot-Weiß-Roten holten in der Qualifikation sogar 28 der 30 möglichen Punkten und gehören zu den möglichen Überraschungsteams. Trainer Marcel Koller nominierte ganze 15 Bundesliga-Legionäre in seinen 23-Mann-Kader für die EM in Frankreich.

Wie eigentlich bei jedem großen Turnier zählt auch Portugal zu den Geheimfavoriten. Doch nur mit dem Finaleinzug 2004 wurden die Südwesteuropäer ihrer Rolle gerecht. Angeführt wird das Team von Superstar Cristiano Ronaldo. Aber auch Bayern-Neuzugang Renato Sanchez steht im Kader für die EM in Frankreich.

Seit der Weltmeisterschaft 1986 hat Ungarn an keinem großen Turnier mehr teilgenommen. Die von einem deutschen Trio um Cheftrainer Bernd Storck und den beiden Co-Trainern Andreas Möller und Holger Gehrke betreute ungarische Nationalmannschaft hat sich in den Play-offs gegen Norwegen durchgesetzt. Dem 23-köpfigen Kader für die EM in Frankreich gehören auch die in Deutschland spielenden Peter Gulacsi (RB Leipzig), Lazlo Kleinheisler (Werder Bremen), Adam Szalai (Hannover 96) und Zoltan Stieber (1. FC Nürnberg) an.

deu

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