Ex-Bundestrainer

Deutschland gegen Frankreich: Völler erwartet Hexenkessel

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Rudi Völler 1993 als Spieler von Olympique Marseille.

München - Rudi Völler erwartet beim Halbfinale Deutschland gegen Frankreich einen Hexenkessel. Und er sieht die Franzosen etwas besser als die Italiener.

Es ist ein wahrer Hexenkessel, der auf die deutsche Mannschaft am Donnerstagabend im Halbfinale gegen Frankreich (Anstoß: 21:00 Uhr) wartet. In vielen Stadien wird von toller Stimmung gesprochen, in Marseille wird sie gelebt. Schauplatz ist das Stade Vélodrome. 67 000 Zuschauer fasst das für die EM extra renovierte Stadion von Olympique Marseille, morgen ist die Arena natürlich ausverkauft. Die Hafenstadt im Süden Frankreichs ist fußballverrückt, die Fans von Olympique sind berüchtigt. Auch beim Gruppenspiel der Franzosen gegen Albanien (2:0) herrschte im Velodrome eine atemberaubende Atmosphäre. Das Halbfinale gegen den Gastgeber findet ausgerechnet in der Fußballhauptstadt Frankreichs statt. Die tz hat sich umgehört und zeigt, was den Weltmeister in Marseille erwartet.

Rudi Völler gerät ins Schwärmen, wenn er an seine Zeit in Südfrankreich zurückdenkt. Von 1992 bis 1994 ging er für Olympique Marseille auf Torejagd. „Das ist eine tolle Stadt, besonders der Alte Hafen mit seinen vielen schönen Restaurant. Außerdem haben sie ein fantastisches Stadion und heißblütige Fans. Ich hatte eine sehr schöne Zeit dort“, erinnert sich der ehemalige Bundestrainer und heutige Sportchef von Bayer Leverkusen im Gespräch mit der tz gerne zurück. Und auch sportlich war Marseille ein gutes Pflaster für Völler. 1993 gewann er mit „OM“ im Münchner Olympiastadion gegen den AC Mailand die Premierensaison der Champions League.

Kapitän der Equipe Tricolore war damals Didier Deschamps, der heutige Nationaltrainer der Franzosen. Völler beschreibt den 47-Jährigen so: „Didier ist wirklich ein sehr netter Kerl. Keiner, der mit der Faust auf den Tisch haut. Eher einer leiser, besonnener Typ. Sehr sympathisch.“ Schon damals als Spieler habe Deschamps wie ein Trainer gedacht. „Für mich ist es deshalb kein Wunder, dass er Nationaltrainer geworden ist.“

Völler über Deutschland gegen Frankreich: "Das wird eine andere Herausforderung"

1998 führte er die Equipe Tricolore als Kapitän zum WM-Titel im eigenen Land, zwei Jahre später reckte er auch den EM-Pokal in die Höhe. Hat Deschamps auch als Coach das Zeug zum Champion? Völler meint, dass Frankreich einen „Tick besser“ sei als die Italiener. „Das wird eine andere Herausforderung in diesem Hexenkessel.“ Aber Deutschland brauche sich nicht zu verstecken. Im Gegenteil: „Frankreich hat mehr Respekt und Angst vor uns als wir vor ihnen.“

Angst hat im Lager des Weltmeisters tatsächlich niemand, doch der Respekt vor dem Gastgeber ist groß. „Leicht favorisiert“, sieht Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff die Franzosen. In seiner Begründung fiel gestern auch das Wort „Heimvorteil“.

Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Halbfinale Deutschland - Frankreich live im TV und Live-Stream sehen können. Und bieten einen Faktencheck zum Halbfinale sowie einen Blick auf die mögliche Aufstellung.

sw, tg

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