Hitzeschlacht in Baku

EM-Quali: U21 gewinnt in Aserbaidschan

U21 Horst Hrubesch
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"Der Sieg war hochverdient. Man konnte sehen, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt“, sagt Trainer Horst Hrubesch nach dem 3:0.

Baku - Am Ende wurde es dann doch noch ein deutlicher Sieg für die deutschen U21-Junioren, die in Aserbaidschan noch zwei Strafstöße vergaben und eine Halbzeit in Überzahl spielten.

Drei Elfmeter, eine Gelb-Rote Karte und Temperaturen über 30 Grad: Der erfolgreiche Start in die EM-Qualifikation war für die deutschen U21-Junioren eine hitzige Angelegenheit. „Der Sieg war hochverdient. Man konnte sehen, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt“, sagte Trainer Horst Hrubesch nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg im ersten Gruppenspiel in Baku gegen Aserbaidschan. Davie Selke (33./90.+3) und Joshua Kimmich (88./Foulelfmeter) erzielten die Treffer zum ersten Pflichtspielsieg der neuen DFB-Auswahl. Zudem spielte sie eine Halbzeit in Überzahl und vergab noch zwei Elfmeter durch Selke und Max Meyer (41./69.).

Fünf Tage nach dem 2:1-Testspielerfolg gegen Dänemark überzeugte die neu formierte DFB-Auswahl auch bei ihrem zweiten Auftritt und kam zu einem verdienten Erfolg vor 250 Zuschauern im Dalga Stadium. In den nächsten beiden Partien trifft Deutschland am 9. Oktober auf Finnland und am 13. Oktober auf Färöer. Weitere Gruppengegner sind Russland und Österreich. Die Endrunde 2017 findet in Polen statt.

Im mehr als 3000 Kilometer entfernten Baku traf die deutsche Mannschaft auf einen hochmotivierten Gegner, der beim 1:0 gegen Färöer schon drei Punkte eingefahren hat, und auf schwierige Bedingungen. Bei 34 Grad und 83 Prozent Luftfeuchtigkeit mussten sich die Spieler ihre Kräfte auf dem ungewohnten Kunstrasen gut einteilen.

Hrubesch setzte bis auf zwei Ausnahmen auf die Startelf aus dem Testspiel gegen Dänemark. Im Tor erhielt Timon Wellenreuther den Vorzug vor Marvin Schwäbe. In der Offensive spielte Maximilian Arnold für Serge Gnabry.

Die DFB-Elf übernahm von Beginn an die Initiative. Kimmich hatte mit einem Freistoß aus 18 Metern die erste Torgelegenheit, doch der Ball wurde abgewehrt (6.). Trotz großer Spielanteile dauerte es aber eine halbe Stunde bis zur größten Chance, die Selke vergab. Sein Schuss aus kurzer Distanz verfehlte das Tor nur knapp.

Kurz darauf machte es der U19-Europameister besser, als er nach Vorarbeit von Arnold den fälligen Führungstreffer per Kopf für die deutsche Elf erzielte. Noch vor der Pause hätte Selke auf 2:0 erhöhen können, doch sein Strafstoß nach Foul von Adil Nagiev an Kimmich landete nur am rechten Pfosten. Kurz darauf erhielt Nagiev wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Mit den eingewechselten Levin Öztunali und Max Meyer erhoffte sich Hrubesch weitere Impulse für das Spiel. Doch auch Meyer vergab in der Schlussphase noch einen Strafstoß, der ebenfalls am Pfosten landete. „Solche Schüsse an den Pfosten passieren eben. Und eben manchmal zwei in einem Spiele“, sagte der DFB-Coach.

Den dritten Elfmeter der Partie verwandelte Kimmich dann zum 2:0, Selke traf in der Nachspielzeit zum 3:0. „In Anbetracht dessen, dass es erst unser zweites Spiel war und wir sehr viele junge Spieler im Kader haben, bin ich zufrieden. Wir haben hinten nichts zugelassen, hätten aber vorne noch viel mehr Akzente setzen können“, meinte Hrubesch.

dpa

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