EM-Qualifikation am Sonntag

Rooney erlöst England - Spanien rehabilitiert sich

England, Wayne Rooney
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Wayne Rooney freut sich über sein Tor für England.

Tallin - Wayne Rooney hat England den dritten Sieg im dritten EM-Qualifikationsspiel beschert. 16 Minuten vor Abpfiff schoss er das entscheidende Tor. Auch Österreich war erfolgreich.

Titelverteidiger Spanien hat in der EM-Qualifikation mit einem Pflichtsieg in Luxemburg Wiedergutmachung betrieben. Drei Tage nach der 1:2-Pleite in der Slowakei siegte der frühere Fußball-Weltmeister ohne seinen langjährigen Keeper Iker Casillas unter anderem auch durch einen Treffer von Bayern Münchens Debütant Juan Bernat 4:0 (2:0).

Die Iberer haben gleichauf mit der Ukraine (1:0 gegen Mazedonien) allerdings weiter drei Punkte Rückstand auf die souverän führenden Slowaken, die in Weißrussland mit 3:1 (0:0) ihren dritten Sieg im dritten Spiel feierten.

Mit einer genauso weißen Weste wie der Spanien-Schreck marschiert Ex-Weltmeister England in der Gruppe E der EM-Endrunde 2016 in Frankreich entgegen. Die Briten feierten in Tallinn gegen Gastgeber Estland einen 1:0 (0:0)-Sieg und stehen in der Tabelle allein an der Spitze. Litauen vergab beim 0:2 (0:2) gegen Slowenien die Chance, mit den Briten Schritt zu halten.

Auch der künftige WM-Gastgeber Russland strauchelte in der Gruppe G beim 1:1 (0:0) gegen das Schlusslicht Republik Moldau und musste die Tabellenführung an Österreich abgeben. Die Alpenrepublik fuhr mit neun Bundesliga-Profis durch ein 1:0 (1:0) gegen Montenegro ihren zweiten Erfolg ein. Schweden schob sich gleichauf mit den Russen durch ein 2:0 (1:0) gegen Liechtenstein in Lauerstellung.

Für Spaniens Fußball beinahe bedeutsamer als der Erfolg beim weiter sieglosen Tabellenletzten Luxemburg durch Tore von David Sila (27.), Paco Alcacer (42.), Diego Costa (69.) und Bernat (88.) war die Zäsur im Tor der Gäste: Nach seinem Fehler in der Slowakei musste Real Madrids Ikone Iker Casillas auf die Bank und seinem bisherigen Stellvertreter David de Gea den Platz zwischen den Pfosten überlassen - möglicherweise für immer. Bernat krönte seinen Einstand beim EM-Champion von 2008 und 2012 durch seinen Treffer kurz vor dem Abpfiff.

England wahrte seine weiße Weste dank Kapitän Wayne Rooney. Der Stürmerstar von Manchester United erzielte den Siegtreffer der Three Lions 16 Minuten vor dem Abpfiff. Das Tor fiel in einer insgesamt 42-minütigen Überzahl der Gäste nach einer Gelb-Roten Karte gegen Ragnar Klavan (48./wiederholtes Foulspiel) vom Bundesligisten FC Augsburg. Bei den Platzherren konnte Henri Anier vom Zweitligisten Erzgebirge Aue die Heimniederlage nicht verhindern.

Russland ist unterdessen aus dem Rhythmus gekommen. Die Sputniks kamen gegen den zuvor punktlosen Nachbarn Republik Moldau zum zweiten Mal binnen vier Tagen (am Donnerstag 1:1 in Schweden) nicht über ein Remis hinaus. Zwar ließ Artem Dsjuba die Hausherren in Moskau 17 Minuten vor dem Abpfiff durch einen verwandelten Foulelfmeter auf den zweiten Erfolg im dritten Gruppenspiel hoffen, doch fast im Gegenzug sorgte Alexandru Epureanu (74.) für Ernüchterung bei den Russen.

Das Remis in Moskau ließ Österreich jubeln. Beim Sieg der Mannschaft von Trainer Marcel Koller gegen Montenegro erzielte Stürmer Rubin Okotie von Zweitligist 1860 München auf Vorlage des Ex-Bremers Marko Arnautovic (24.) den Siegtreffer. Mit sieben Punkten haben die Österreicher zwei Punkte Vorsprung auf Russland. Am 15. November steht in Wien das Spitzenspiel beider Teams auf dem Programm.

SID

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