Es geht um seinen Job

Vor Endspiel: Dutt streicht freien Tag

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Sein Stuhl wackelt: Robin Dutt.

Bremen - Bei Werder ist der Fokus auf das Köln-Spiel am Freitag gerichtet. Da geht es auch um den Job von Robin Dutt. Der Trainer will die letzten Prozente aus seinem Team herausholen. Freie Tage sind da nicht angebracht.

Werder Bremen mobilisiert in der Krise alle Kräfte. Trainer Robin Dutt hat beim Tabellenletzten auf den obligatorischen freien Tag in dieser Woche verzichtet. Er beorderte die Mannschaft am Montag in den Kraftraum und setzte für den ursprünglich freien Dienstag eine Platzeinheit an. Die Fußball-Profis sollen für die angestrebte Wende in der Bundesliga ordentlich ins Schwitzen kommen.

Der abstiegsgefährdete Club will sich so intensiv wie möglich auf das wichtige Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Freitag (20.30 Uhr) vorbereiten. In Bremen gilt die Köln-Partie als ein Endspiel für den glücklosen Dutt, dessen Team nach acht Spieltagen noch auf den ersten Sieg wartet und bereits 22 Gegentore kassiert hat. Das Gründungsmitglied der Bundesliga, das bisher erst eine Saison im Oberhaus versäumt hat, verzeichnet damit den schlechtesten Saisonstart in der Historie.

Trotz der vielen Negativrekorde trauen Geschäftsführung und Aufsichtsrat dem Werder-Coach zu, dass er gegen Aufsteiger Köln die nötigen Punkte holen wird. Dutt hatte im Sommer 2013 die Nachfolge von Thomas Schaaf angetreten. In seiner ersten Saison führte der frühere DFB-Sportdirektor die Hanseaten auf Platz zwölf. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Robin die Kurve kriegen können“, erklärte der designierte neue Aufsichtsratschef Marco Bode.

Der frühere Nationalspieler kündigte am Sonntagabend im TV-Sender Sky an, das er noch in diesem Monat Willi Lemke offiziell als Vorsitzender des Kontrollgremiums ablösen werde. Auf diesen Generationswechsel hatten sich die Führung des Vereins bereits in der vergangenen Woche geeinigt. Es sei aber noch eine Abstimmung nötig, teilte Bode mit.

Mit Blick auf die Bremer Trainerfrage fügte der langjährige Werder-Profi hinzu: „Natürlich wissen wir, dass die Situation schwierig ist und das wir auch uns nicht frei machen können von der Analyse von Ergebnissen.“ Die Mannschaft habe bei der 0:6-Pleite in München zwar eine Lektion bekommen. „Aber die bisherigen Spiele waren nicht alle so desolat, dass wir zu der Überzeugung kommen würden, dass es zwischen Mannschaft und Trainer nicht stimmt“, sagte Bode.

Ähnlich hatte Geschäftsführer und Manager Thomas Eichin die Bremer Situation nach dem grottenschlechten Auftritt in München kommentiert. Er sprach einerseits dem Trainer das Vertrauen aus, eine Job-Garantie über das Köln-Spiel hinaus gab es aber nicht. „Wir werden alle an Ergebnissen gemessen, das weiß auch Robin Dutt“, sagte Eichin.

dpa

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