England mit Rooney-Rekord - Niederlande vor K.o.

Der Österreicher Zlatko Junuzovic feiert mit seinen Treffer mit David Alaba. Foto: Michael Gruber
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Der Österreicher Zlatko Junuzovic feiert mit seinen Treffer mit David Alaba. Foto: Michael Gruber
Der Niederländer Wesley Sneijder (M) geht nach der 0:3-Niederlage über das Spielfeld. Foto: Koen Van Weel
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Der Niederländer Wesley Sneijder (M) geht nach der 0:3-Niederlage über das Spielfeld. Foto: Koen Van Weel
Die Spanier feiern das 2:0 gegen die Slowakei. Foto: Alberto Morante
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Die Spanier feiern das 2:0 gegen die Slowakei. Foto: Alberto Morante
Wayne Rooney (M.) führte England zur EM 2016. Foto: AFP Photo/Vincenzo Pinto
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Wayne Rooney (M.) führte England zur EM 2016. Foto: AFP Photo/Vincenzo Pinto
Josip Drmic feiert mit seinem Schweizer Teamkollegen Valon Behrami. Foto: Laurent Gillieron
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Josip Drmic feiert mit seinem Schweizer Teamkollegen Valon Behrami. Foto: Laurent Gillieron
Artem Dsjyuba (r) erzielte das Tor des Tages für Russland. Foto: Yuri Kochetkow
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Artem Dsjyuba (r) erzielte das Tor des Tages für Russland. Foto: Yuri Kochetkow

England hat es als erstes geschafft. Die "Three Lions" stehen als EM-Teilnehmer fest. Auch Tschechien schaffte die Qualifikation. Österreich fehlt nur noch ein Punkt, auch Spanien ist wieder auf Nummer eins. Die Niederlande dagegen stehen vor dem Aus.

Berlin (dpa) - Ein Jahr nach dem peinlichen WM-Aus hat das Fußball-Mutterland England im Eiltempo das EM-Ticket gelöst, der WM-Dritte Niederlande dagegen droht die Europameisterschaft nach einer weiteren Pleite zu verpassen.

Das Team des neuen Bondscoaches Danny Blind verlor am Sonntag in Konya 0:3 (0:2) gegen die Türkei und musste den Gegner auf den dritten Rang der Gruppe A vorbeiziehen lassen. Oranje hatte bereits zuvor beim Blind-Debüt 0:1 gegen Island verloren und kann aus eigener Kraft nicht mehr den dritten Rang, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, erreichen.

Die zuletzt schwächelnden Spanier rückten die Verhältnisse wieder gerade und übernahmen als Titelverteidiger die Tabellenführung auf dem Weg zur Europameisterschaft nach Frankreich. Nur noch einen Punkt braucht Österreich. Als zweites Team nach den Engländern qualifizierte sich Tschechien durch ein 2:1 (2:0) in Lettland für die Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli in Frankreich.

Vor allem dank maßgeblicher Hilfe aus der Bundesliga kann auch die Schweiz schon am kommenden Dienstag die Qualifikation perfekt machen. So schnell kann es für WM-Gastgeber Russland nicht gehen. Immerhin hielt die Sbornaja mit einem Sieg gegen Rivale Schweden aber die Chancen auf eine Teilnahme an der EM am Leben.

Keiner war aber schneller als England. Mit der stolzen Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen löste England angeführt von Rekordtorschütze Wayne Rooney als erste Nation das EM-Ticket. Trainer Roy Hodgson dachte nach dem 6:0 in San Marino aber schon an die Testspiele unter anderem gegen den Gastgeber sowie gegen Weltmeister Deutschland: "Wir brauchen diese Spiele, in unserer Gruppe hatten wir ziemliches Glück und mussten nicht gerade immer gegen Top-Teams antreten."

Nach dem betrüblichen Ende in der WM-Vorrunde können sich die "Three Lions" keine weitere Blamage leisten. Dafür müsste Rooney aber seine Endrunden-Blockade ablegen: Nur vier seiner 49 Tore erzielte der 29 Jahre alte Profi von Manchester United in einer Endrunde (drei bei einer EM, eins bei einer WM). Tor Nummer 50, mit dem er Englands Ikone Sir Bobby Charlton überholen würde, will Rooney am kommenden Dienstag im Wembleystadion gegen die Schweiz erzielen.

"Ich bin mir sicher: Wenn sich einer mit mir freut, wenn ich seinen Rekord breche, dann ist er es", sagte Rooney über Charlton - bemerkenswerterweise brauchten beide je 106 Einsätze für 49 Tore.

Zwei Stunden nach den Engländern machten die Schweizer in einer verrückten Schlussphase mit Toren in der 80., 84. und vierten Minute der Nachspielzeit einen Riesenschritt Richtung EM. "Das war total verrückt. So ein Spiel habe ich noch nie erlebt", meinte Mönchengladbachs Granit Xhaka nach dem 3:2 gegen Slowenien.

Vereinskollege Josip Drmic hatte zunächst zum 1:2 getroffen. Valentin Stocker von Hertha BSC glich in Basel aus, ehe erneut Drmic den Sieg sicherstellte. Selbst die UEFA titelte: "Schweizer Irrsinn in Basel." Das Boulevardblatt "Blick" schrieb von den "14 verrücktesten Minuten der Nati-Geschichte". Der Lohn: Die Schweizer haben vor dem nächsten Spiel am Dienstag in England 15 Punkte. Estland hat 10 Zähler nach einem 1:0 gegen Litauen. Slowenien bleibt bei neun Punkten.

Etwas weniger dramatisch machte es Österreich. Die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Coach Marcel Koller schlug in Wien Moldawien mit 1:0 und hat nun 19 Punkte als Spitzenreiter der Gruppe G. Holen die Österreicher im nächsten Spiel gegen Schweden (11) einen Punkt, sind sie für die EM qualifiziert.

Platz eins ist praktisch vergeben, um den zweiten streiten sich die Schweden und Russland. Der künftige WM-Gastgeber feierte im vermeintlichen Schicksalsspiel mit dem neuen Nationaltrainer Leonid Sluzki gegen den Konkurrenten aus Skandinavien einen 1:0-Erfolg. Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic wurde zur Pause verletzt ausgewechselt, sein Einsatz gegen Österreich ist fraglich.

In der Gruppe C revanchierte sich EM-Titelverteidiger Spanien gegen die Slowakei für die bislang einzige Niederlage in der Qualifikation. (1:2). Mit 2:0 gewann die Mannschaft von Erfolgscoach Vicente del Bosque in Ovideo. Beide haben nun 18 Punkte. Dritter ist die Ukraine (15) nach einem 3:1 über Weißrussland.

Bericht von Sieg und Tor Rooney 2003 gegen Mazedonien

Profil Rooney auf Verbands-Homepage

Liveticker UEFA

Reaktion Schweizer Verband

Reaktion Hodgson

Bericht Blick

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