"Bin nicht in Bestform"

Englands Sterling: Wirbel um Quali-Verzicht

Raheem Sterling England Estland
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Englands Nationalspieler Raheem Sterling soll auf eigenen Wunsch gegen Estland erst spät eingewechselt worden sein.

Berlin - Englands Nationalspieler Raheem Sterling hat mit einem freiwilligen Verzicht auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Estland für Empörung in der Heimat gesorgt.

„Ich denke nicht, dass ich im Moment in Bestform bin, weil ich mich ein wenig müde fühle“, soll Sterling nach Angaben von Trainer Roy Hodgson vor dem Spiel gesagt haben. Hodgson setzte Sterling auf die Bank, der 19-Jährige spielte beim 1:0-Sieg in Tallinn nur in den letzten 25 Minuten.

Viele Fans reagierten wütend auf die Entscheidung Sterlings. Auch der ehemalige Nationalspieler Matt Le Tissier ärgerte sich öffentlich auf Twitter: „Sollten wir unser Nationalteam abmelden, wenn die Spieler es ein wenig zu ermüdend finden?“

Hodgson dagegen zeigte Verständnis. „Wir müssen das Wohl der Spieler berücksichtigen“, sagte er. Sterling war zuvor bei seinem Verein FC Liverpool in neun von zehn Partien sowie für drei Länderspiele eingesetzt worden.

Dass Trainer Hodgson sein Gespräch mit Sterling ausgeplaudert und den jungen Stürmer damit Kritik ausgesetzt hatte, stieß ebenfalls auf Missbilligung. Manchmal sei es am besten, so etwas geheim zu halten, sagte der ehemalige Fußballer Jamie Redknapp bei Sky Sports. Sterling reagierte nach dem 1:0-Sieg seines Teams gegen Estland auf Twitter auf die harsche Kritik. Er sei auf dem Heimweg und höre es gerade: „Entschuldigt, dass ich menschlich bin“.

dpa

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