Remis gegen Mainz

Erster Bundesliga-Punkt für Paderborn

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Paderborns Stefan Kutschke (r) und der Mainzer Johannes Geis kämpfen um den Ball.

Paderborn - Für Neuling SC Paderborn hat das Abenteuer Fußball-Bundesliga mit einem Unentschieden gegen den FSV Mainz 05 begonnen.

Der FSV Mainz 05 mit seinem neuen dänischen Trainer Kasper Hjulmand dagegen erlebte beim 2:2 (1:1) eine weitere Enttäuschung. Nach dem Ausscheiden in der Europa-League-Qualifikation und im DFB-Pokal wartet der Nachfolger von Thomas Tuchel weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis.

Dabei hatte Shinji Okazaki (34.) die Gäste vor 14 824 Zuschauern in der Benteler-Arena in Führung geschossen. Doch nur drei Minuten später sorgte Elias Kachunga am Sonntag für den Ausgleich und das erste Paderborner Bundesliga-Tor in der Fußball-Geschichte. Die ersten SC-Führung im Oberhaus sicherte dann Kapitän Uwe Hünemeier (87.) per Kopf, ehe Ja-Cheol Koo (90+4.) in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum letztendlich verdienten Ausgleich verwandelte.

Mit einem Lizenzspieleretat von nur 15 Millionen Euro und dem kleinsten Stadion der Liga wagt sich der Neuling in die Bundesliga. „Die Vorfreude ist riesengroß. Das wird ein toller Tag für ganz Paderborn“, sagte Trainer Andre Breitenreiter noch kurz vor dem Anpfiff beim TV-Sender Sky. „Wir wollen soviele Punkte holen, wie möglich und hoffen, dass der Klassenerhalt dabei rauskommt.“

Schon in der Aufstiegssaison hatten die Paderborner mit rund sechs Millionen Euro in der zweiten Liga einen Mini-Etat. Und schafften trotzdem den Aufstieg. Auch wenn die Ostwestfalen noch nicht einmal über ein eigenes Trainingszentrum verfügen, zeigte sich das Breitenreiter-Team beim Liga-Debüt in einem starken Fitnesszustand. Angefeuert vom Gesang der heimischen Fans, von denen sich 9500 eine Dauerkarte gesichert haben, setzten sie die Gäste bereits ab der Mittellinie unter Druck.

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Selbst die zuächst verdiente Mainzer Führung nach einem Abstaubertor von Okazaki einer guten halben Stunde schockte den Außenseiter nicht. Nur Augenblicke später erzielte Kachunga den umjubelten Premieren-Treffer. Bei seinem ersten Bundesliga-Tor traf der ehemalige Hertha-Stürmer ins linke untere Eck. Einmal mehr sah die FSV-Abwehr nicht gut aus. „Wir hatten das spielerisch ganz gut im Griff. Der Fehler darf nicht passieren“, grantelte 05-Manager Christian Heidel.

Dabei hatte der neue Mainzer Trainer Hjulmand nach dem Saison-Fehlstart mit den bitteren Pannen in der Europa-League-Qualifikation gegen die Griechen aus Tripolis und im DFB-Pokal beim Drittligisten Chemnitzer FC festgestellt: „Wir eine Entwicklung durchgemacht, gerade im Offensivspiel habe ich viele Verbesserungen gesehen. Aber wir brauchen auch eine kollektiv gute Defensivleistung.“

Auf ihren Kapitän Nikolce Noveski mussten die Mainzer kurz nach der Pause verletzungsbedingt verzichten. Und kamen nach dem Aus ihres Spielführers in gehörige Schwierigkeiten. Die Ostwestfalen bestimmten über weite Strecken das Geschehen. Das zweite Paderborner Bundesliga-Tor gelang, als Hünemeier eine erneute Unsicherheit in der Mainzer Verteidigung ausnutzte. Kurz vor Schluss traf der Mainzer Okazaki noch die Latte und wurde dann von Hünemeier gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Koo sicher.

dpa

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