Erstmals Spielmanipulation in Niederlanden bewiesen

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Das Spiel von Tilburg gegen Utrecht im August 2009 ist nach Angaben des niederländischen Verbandes manipuliert worden. Foto: Paul Vreeker

Amsterdam (dpa) - Der niederländische Fußballverband KNVB hat erstmals offiziell einen Fall von Spielmanipulation in der Profiliga bestätigt.

Ermittlungen einer Sondereinheit des KNVB ergaben, dass ein Spiel des Erstligisten Willem II aus Tilburg gegen den FC Utrecht im August 2009 (0:1) manipuliert worden sei, teilte der Verband in Zeist bei Utrecht mit. "Als einer der letzten von Europa hat der niederländische Fußball auf diesem Gebiet seine Unschuld offiziell verloren", sagte KNVB-Direktor Gijs de Jong.

Ein damaliger Spieler von Willem II hatte den Ermittlern zufolge mit einem Wettpaten aus Singapur vereinbart, dass der Verein aus Tilburg verlieren sollte. Beide hätten auch ein Benefizspiel der Nationalmannschaft von Sierra Leone, dem Heimatland des Spielers, nur für Manipulationszwecke organisiert. Davon sollte eine asiatische Wett-Bande profitieren.

Aus E-Mails soll auch deutlich werden, dass noch zwei weitere Spieler von Willem II in den Fall verwickelt waren. Dafür fehlten aber stichhaltige Beweise. Der KNVB hatte nach eigenen Angaben die Untersuchungsergebnisse der niederländischen Staatsanwaltschaft übergeben und auch die internationalen Verbände FIFA und UEFA informiert.

Mitteilung des KNVB

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