Debakel in Tripoli

Peinlich! Mainz scheitert in der EL-Qualifikation

Christoph Moritz, Pablo Ezequiel De Blasis
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Der Mainzer Christoph Moritz (l.) im Laufduell mit Pablo Ezequiel De Blasis (r.) von Asteras Tripolis.

Tripoli - Der FSV Mainz 05 ist auf der internationalen Bühne erneut kläglich gescheitert. Der Bundesligist unterlag am Donnerstagabend im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde bei Asteras Tripolis mit 1:3 (1:1).

Damit verpasste er nach dem 1:0 vor Wochenfrist wie schon 2011 den Einzug in die Europa-League-Playoffs. Vor rund 4000 Zuschauern besiegelten Pablo de Blasis (30. Minute) und Pablo Mazza (68./86.) das bittere Aus für die Mainzer, die durch Ja-Cheol Koo (39.) nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich kamen.

Trainer Kasper Hjulmand stellte seine Startformation gegenüber dem Hinspiel auf einer Position um. Für Chiles WM-Verteidiger Gonzalo Jara rückte der aus Fürth geholte Neuzugang Daniel Brosinski auf die rechte Seite der Viererkette. Die Mainzer wirkten gegenüber der Partie vor einer Woche fitter, blieben aber dennoch vieles schuldig. Gefährliche Offensivakzente vermochte der Bundesligist auf dem von starkem Regen aufgeweichten Rasen kaum zu setzen.

Nach einer halben Stunde ohne große Höhepunkte schlug der Ball völlig überraschend im Mainzer Tor ein. De Blasis schlug von der rechten Auslinie eine Flanke, die immer länger wurde und sich hinter dem verdutzten FSV-Keeper Loris Karius ins Netz senkte. Kurz darauf rettete Karius außerhalb des Strafraums in bester Manuel-Neuer-Manier.

Auf den ersten verheißungsvollen Angriff ihrer Mannschaft mussten die mitgereisten Mainzer Fans bis zur 37. Minute warten. Südkoreas Nationalspieler Koo zielte bei einem Schuss aus der Drehung etwas zu hoch. Zwei Minuten später konnten die Gäste dann jubeln. Nach einem Zuspiel von Yunus Malli ließ erneut Koo zwei gegnerische Spieler ins Leere laufen und Asteras-Torwart Kostas Theodoropoulos mit einem platzierten Schuss ins Eck keine Chance.

Der Treffer, der die Gefahr einer Verlängerung bannte, verlieh den Rheinhessen weitere Sicherheit. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Nikolce Noveski nachlegen können, doch der Kapitän traf mit einem Kopfball nur die Oberkante der Latte. Auch nach Wiederbeginn stand die obere Torbegrenzung bei einem Freistoß von Johannes Geis (59.) einem Erfolgserlebnis im Weg.

120 Sekunden zuvor hatte Innenverteidiger Stefan Bell für eine kleine Schrecksekunde gesorgt, als er einen Schuss von de Blasis gefährlich abfälschte. Der Ball senkte sich knapp über das Tor. In der 65. Minute bewahrte Karius den FSV mit zwei überragenden Reflexen vor einem erneuten Rückstand. Erst lenkte er einen Mazza-Kopfball an den Pfosten, dann parierte er den Nachschuss von de Blasis.

Als Mazza wenig später erneut frei vor Karius auftauchte, war der FSV-Torwart jedoch machtlos. Shinji Okazaki hätte die Mainzer in der 71. Minute retten können, doch der Lupfer des Japaners landete am Pfosten. Das rächte sich, als erneut Mazza kurz vor Schluss das Europa-Desaster perfekt machte.

dpa

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