Europa League

Fohlen und Wölfe mit jeweils schweren Aufgaben

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Der VfL Wolfsburg um Trainer Dieter Hecking (links) und Manager Klaus Allofs trifft auf den FC Everton aus der Premier League.

Wolfsburg - Gladbach und Wolfsburg können am Donnerstag den Einzug in die nächste Runde der Europa League schaffen. Drei Tage später trifft das Verfolger-Duo dann in der Bundesliga aufeinander.

Im Gleichschritt kämpfen Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg am Donnerstag um das vorzeitige Weiterkommen in der Europa League - ehe es drei Tage später zum direkten Bundesliga-Duell kommt. Beide Teams können in diesen Tagen viel gewinnen, aber auch einiges verlieren. Die nächsten Spiele gleichen einer ersten ernsthaften Saison-Weichenstellung für den Bundesligazweiten Wolfsburg und den -dritten Gladbach. Beide Clubs müssen sich nach Niederlagen zuletzt steigern, um die gute Ausgangsposition in beiden Wettbewerben nicht zu verspielen.

Mehr als Wolfsburg gegen den FC Everton (19.00 Uhr/Sky) stehen dabei die Gladbacher beim FC Villarreal (21.05/Kabel eins und Sky) unter Druck, obwohl die Borussia als Tabellenführer der Gruppe A nach Spanien gereist ist. Nach zuletzt zwei Bundesliga-Pleiten werden Erinnerungen an einen Winter-Leistungseinbruch wie in der vergangenen Saison wach. Naturgemäß will davon bei der Borussia aber niemand etwas wissen. „Ich fürchte einen solchen Einbruch überhaupt nicht. Wir wissen, wo wir uns einordnen müssen“, sagte Torhüter Yann Sommer.

Gewarnt sind er und seine Teamkollegen aber: Zwischen Dezember 2013 und März diesea Jahres blieben sie in neun Pflichtspielen ohne Sieg. „Wir sind nach 18 Spielen ohne Niederlage nicht abgehoben und werden jetzt nach zwei Niederlagen nicht den Kopf in den Sand stecken“, meinte Mittelfeldspieler Havard Nordtveit nach der Ankunft am Mittwoch in Valencia bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius.

Die Ausgangslage ist gut. Mit acht Punkten führt Borussia die Tabelle vor den Spaniern (7), dem FC Zürich (4) und Apollon Limassol (3) an. Mit einem Erfolg ist der Gruppensieg perfekt. Sollte Zürich gleichzeitig gegen Limassol nicht gewinnen, reicht Borussia auch ein Remis zum Weiterkommen. „Das wäre extrem wichtig, da wir uns dann bis zur Winterpause voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren können. Dafür werden wir alles geben, auch wenn uns keine leichte Aufgabe erwartet“, sagte Mittelfeldspieler Granit Xhaka und dachte dabei möglicherweise bereits an den Sonntag.

Dann treffen Bayern Münchens Verfolger Gladbach und Wolfsburg bei den Niedersachsen direkt aufeinander. „Wenn wir gegen Villarreal eine gute Leistung zeigen, holen wir uns auch Selbstvertrauen für das Spiel in Wolfsburg“, meinte Nordtveit. Das gilt freilich auch für die Niedersachsen, die als Tabellenzweiter der Gruppe H (7 Punkte) mit einem Sieg gegen Everton (8) ebenfalls schon das Weiterkommen schaffen können. Dafür müsste Wolfsburg aber seinen England-Fluch besiegen. Zuletzt kassierte der VfL international fünf Pleiten in Serie gegen englische Clubs. „Wir wollen das Spiel am Donnerstag gewinnen und gleich die erste von zwei Möglichkeiten zum Weiterkommen nutzen“, bekräftigte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs in der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag) aber. Gewinnt Lille (3) im anderen Gruppenspiel nicht in Krasnodar (2), reicht dem VfL gegen Everton sogar ein Punkt zum vorzeitigen Weiterkommen.

Allerdings plagen Trainer Dieter Hecking Verletzungssorgen. In Joshua Guilavogui, Vieirinha und Ricardo Rodriguez droht gleich ein Stammspieler-Trio auszufallen. Auch der Borussia fehlen in Villarreal zwei enorm wichtige Spieler verletzungsbedingt. Neben Martin Stranzl und Christoph Kramer flog zudem auch Fabian Johnson gar nicht erst mit nach Spanien. Und die Rheinländer haben eine ähnlich schwarze Serie wie die Niedersachsen. Der letzte Europapokalsieg bei einem spanischen Club liegt für die Borussia bereits 40 Jahre zurück.

dpa

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