Deutsche Bilanz aufpolieren

Europa League: Brocken für Wolfsburg und Gladbach

Branimir Hrgota, Raffael und Andre Hahn
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Branimir Hrgota, Raffael und Andre Hahn (v.l.) sind heißt auf den Start der Europa League.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach starten als einzige deutsche Vertreter in die Europa League. Auf beide Klubs wartet zum Auftakt ein dicker Brocken.

Spieler, Fans und Verantwortliche von Borussia Mönchengladbach schwelgen vor dem Start in die Gruppenphase der Europa League in Erinnerungen an alte Fußball-Glanzzeiten. Auch beim VfL Wolfsburg geht der Blick vor dem Auftaktmatch beim FC Everton am Donnerstag zurück. Der VfL will nach vierjähriger Abstinenz endlich wieder international von sich reden machen und einen Ertrag der millionenschweren Investitionen sehen.

Die Gladbacher haben bei der Partie im Borussen-Park gegen den FC Villarreal sogar die Sieges-Trophäe der vor Augen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) präsentiert den Pokal vor dem Anpfiff - eine Reminiszenz an die Borussia, die den Vorgänger-Wettbewerb UEFA-Cup 1975 und 1979 gewann.

Von Erfolgen der Club-Ikonen Günter Netzer, Jupp Heynckes und Rainer Bonhof ist die aktuelle Borussen-Generation „Kramer-Kruse&Co“ noch weit entfernt. Dem Startschuss auf der europäischen Bühne blicken die Spieler deshalb nicht weniger ehrgeizig entgegen. „Wir wollen jetzt auch international angreifen. Die Mannschaft ist heiß, ich bin heiß“, sagte Nationalspieler Max Kruse am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor seinem ersten Spiel auf der internationalen Clubbühne.

Gladbachs Coach Lucien Favre hat Hochachtung vor dem Konkurrenten. „Wer erst kurz vor Schluss gegen den FC Barcelona verliert, muss was drauf haben“, sagte der Schweizer in Erinnerung an das 0:1 des Teams von Trainer Marcelino Garcia Toral vor gut zwei Wochen.

Wolfsburg startet 1622 Tage nach dem Viertelfinal-Aus 2010 gegen den FC Fulham wieder gegen einen Premier-League-Club und zeigt sich vor der Partie in Liverpool selbstbewusst. „Die Erwartungen sind nicht so gering“, erklärte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs: „Wer die Trophäe am Ende in den Händen halten will, muss auch solche Gegner schlagen.“

Angesichts der Teams aus Lille und dem russischen Krasnodar erklärte der VfL-Manager: „Ich glaube, dass wir nicht nur konkurrenzfähig sind, sondern mit Everton der Favorit in der Gruppe sind.“ Trainer Dieter Hecking meinte zum zweitklassigen Wettbewerb: „Auch die Europa League kann am Ende ein großes Renommee bedeuten, wenn wir es schaffen können, in diesem Wettbewerb erfolgreich Fußball zu spielen.“

Für den früheren Bremer Allofs ist auch schon fast vier Jahre her, dass der 57-Jährige als Verantwortlicher bei einem internationalen Spiel dabei war. „Da ist eine riesen Vorfreude“, sagte Allofs angesichts der Partie im Goodison Park: „Es ist toll, mit einem Spiel auf der Insel zu starten. Das sind immer besondere Spiele.“

dpa

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