Kampf um akzeptable Kartenpreise

Fan-Aufstand in England: "Klubs müssen zuhören"

Im Emirates Stadium von London trägt der FC Arsenal seine Heimspiele aus.
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Im Emirates Stadium von London trägt der FC Arsenal seine Heimspiele aus.

London - Die organisierten englischen Fußball-Fans planen bei ihrem Kampf um akzeptable Kartenpreise landesweite Aktionen. Bislang zeigen die Vereine den Zuschauern die kalte Schulter.

Kevin Miles, Vorsitzender der Football Supporters' Federation (FSF), kündigte im Telegraph ein Treffen von Fanvertretern aller 20 Premier-League-Vereine an, auf dem mögliche weitere Schritte diskutiert werden sollen.

„Es gibt viele Optionen“, sagte Miles, „der Liverpooler Protest hat sehr erfolgreich auf die Probleme aufmerksam gemacht - die Klubs müssen gezwungen werden, zuzuhören.“ Beim Heimspiel von Jürgen Klopps Reds am vergangenen Samstag gegen den AFC Sunderland (2:2) hatten Tausende Anhänger das Stadion in der 77. Minute verlassen, um gegen die angekündigte Erhöhung von Ticketpreisen zu demonstrieren.

Bislang zeigen die Vereine den Zuschauern die kalte Schulter. Bei ihrer jüngsten Zusammenkunft vergangene Woche haben sich die Klubvertreter gegen die von den Fans geforderte Preissenkung für Auswärtstickets ausgesprochen. Laut Telegraph sind vor allem die Spitzenteams FC Arsenal, FC Chelsea, Liverpool, Manchester City und United sowie Tottenham Hotspur und West Ham United gegen diesen Schritt.

Arsenal und die Hammers verlangen von ihren Fans am meisten. Wer Per Mertesacker und Mesut Özil im Emirates Stadium sehen will, muss bis zu 97 Pfund (126 Euro) bezahlen, bei West Ham werden bis zu 95 Pfund (123 Euro) fällig. In Liverpool hatte die Ankündigung, künftig bis zu 77 Pfund (100 Euro) zu verlangen, zu den Protesten geführt. Zum Vergleich: Die teuerste Karte für ein Heimspiel von Bayern München in der Bundesliga kostet 70 Euro.

„Jeder in diesem Klub hat ein großes Interesse, eine Lösung zu finden“, hatte Klopp am Montag auf der Pressekonferenz erklärt, „wir wollen nicht, dass die Leute das Stadion vorzeitig verlassen. Natürlich war ich enttäuscht, als ich erstmals davon gehört habe.“

SID

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