Beide Innenverteidiger fallen wohl aus

Augsburg mit Personalsorgen vor Duell gegen Alkmaar

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Jeong-Ho Hong kann beim Rückspiel gegen die Holländer nicht mitwirken.

Augsburg - Nach dem Auswärtssieg in Alkmaar kann sich der FC Augsburg mit einem Heimerfolg über die Niederländer dick ins Geschäft bringen. Die Schwaben plagen aber große Abwehrsorgen.

Fußball-Bundesligist FC Augsburg sucht seine letzte Chance in der Europa League, und ist dabei nur bedingt abwehrbereit. Vor dem Heimspiel am Donnerstag gegen AZ Alkmaar (21.05 Uhr/Sky) plagen die Schwaben gravierende Personalprobleme in der Innenverteidigung. Nach dem Südkoreaner Jeong-Ho Hong (Bänderverletzung) droht nun auch Jan-Ingwer Callsen-Bracker (muskuläre Probleme am Gesäß) auszufallen.

Mit dem ersten Sieg auf internationaler Bühne vor 14 Tagen in den Niederlanden (1:0) hatte der FCA inmitten seiner prekären Liga-Situation für ein positives Erlebnis gesorgt. Nun soll auch der zweite Heimauftritt in der Europa League für eine breitere Brust sorgen. „Wir wollen diese Spiele nutzen, um uns Selbstvertrauen für die Liga zu holen und dort dann auch zu bestehen“, forderte Trainer Markus Weinzierl. „Es sind Festtage und die wollen wir weiter genießen“, hatte Callsen-Bracker gesagt, bevor er am Dienstag das Training abbrechen musste.

Augsburg will sich vom letzten Tabellenplatz nicht verunsichern lassen und „Stimmung und Schwung“ aus dem samstäglichen, turbulenten 3:3 gegen den FSV Mainz 05 mitnehmen, wie Manager Stefan Reuter sagte. „Darauf sollten wir aufbauen“, meinte auch Weinzierl. Unisono wurde wieder einmal der Zusammenhalt betont. Defensivspieler Markus Feulner erklärte, er würde „für jeden meiner Jungs durchs Feuer gehen.“

Callsen-Bracker sieht zudem offenkundig auch spielerische Fortschritte. „In Alkmaar war es schon deutlich besser, in Freiburg (3:0 im DFB-Pokal/Anm. der Red.) war es viel besser und gegen Mainz war es nochmal besser. Ich hoffe, dass wir jetzt in der Saison drin sind und eine Aufholjagd starten“, sagte der 31-Jährige.

Dafür brauchen die Schwaben aber eine gute Kondition. Mit noch zehn Pflichtspielen bis Weihnachten wird der Weinzierl-Elf viel abverlangt - bei insgesamt angespannter Personallage, denn auch Halil Altintop (Knie) könnte ausfallen. Die Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis und Philipp Max sind laut Weinzierl wieder einsatzfähig. Hoffnung ruht daher auf Piotr Trochowski (Weinzierl: „Ein Vorzeigeprofi“), der in Alkmaar mit einem sehenswerten Freistoß das goldene Tor erzielte.

Auch wenn der Trainer den Gegner „nicht zu offensiv“ erwartet - in der Abwehr wird viel vom Esten Ragnar Klavan abhängen, der über drei Jahre für den zweimaligen niederländischen Meister spielte. Klavan ist bislang die einzige Konstante in Weinzierls Deckungszentrum - und gewiss auch am Donnerstagabend gefordert.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Augsburg: Hitz - Verhaegh, Janker (Callsen-Bracker), Klavan, Feulner - Baier - Bobadilla, Koo, Trochowski, Werner - Caiuby. - Trainer: Weinzierl

Alkmaar: Coutinho - Johansson, Gouweleeuw, van der Linden, Haps - Luckassen, Rienstra - van Overeem, Henriksen, Dabney Souza - Janssen. - Trainer: van den Brom

Schiedsrichter: Bobby Madden (Schottland)

SID

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