Endstation in Europa League

Klopps Liverpool kickt Augsburg raus - ganz knapp 

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Jürgen Klopp und Markus Weinzierl.

Liverpool - Der FC Liverpool war dann doch ein bisschen zu stark für die wackeren Augsburger. Beim Club von Trainer Jürgen Klopp war in der Europa League Endstation für den Fußball-Bundesligisten. Aber ganz knapp.

Jürgen Klopp hat mit seinem FC Liverpool die bemerkenswerte Europa-League-Tournee des FC Augsburg beendet. Der personell enorm geschwächte Bundesligist musste sich am Donnerstag an der Fußball-Kultstätte Anfield unglücklich mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und schied nach dem torlosen Hinspiel in der Zwischenrunde aus. James Millner sorgte in der fünften Minute mit einem zweifelhaften Handelfmeter 45 000 Zuschauern für den Sieg der Mannschaft von Coach Klopp. Da halfen auch der herausragende FCA-Rückhalt Marwin Hitz und der große Kampfgeist der Schwaben nichts mehr.

Die Augsburger hatten zwar gegen eine wacklige Liverpool-Defensive durchaus Chancen auf die Sensation, doch auch mit dem nach einer Verletzungspause spät eingewechselten Torjäger Raúl Bobadilla blieben sie wie vor einer Woche ohne Treffer. Nach dem bitteren Aus in der bravourösen Premierensaison auf Europas kleiner Fußball-Bühne gilt die volle Konzentration des Bundesliga-13. nun dem Abstiegskampf.

Die legendäre Anfield-Stadionhymne „You'll never walk alone“ war erst wenige Minuten verklungen, als die Augsburger schon in Rückstand gerieten. Dominik Kohr kam bei einer verunglückten Abwehraktion im eigenen Strafraum mit der Hand an den Ball, Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich pfiff nach kurzem Zögern Strafstoß - eine harte Entscheidung. Bei Milners Schuss ahnte FCA-Keeper Hitz zwar die richtige Ecke, konnte das 0:1 aber nicht verhindern.

Für Hitz war es ohnehin kein leichter Abend. Obwohl seine Frau das zweite Kind erwartete, reiste der Schweizer mit nach England. Und dort musste er Schwerstarbeit verrichten. Liverpool zeigte sich in der Offensiver engagierter und gefährlicher als noch im Hinspiel. Vor allem Coutinho hätte mehrfach für das zweite Tor der Hausherren sorgen können, scheiterte aber immer wieder am bärenstarken Hitz.

Augsburgs „letztes Aufgebot“, wie es Trainer Markus Weinzierl bezeichnete, offenbarte in der Abwehr einige Löcher und leistete sich im Aufbauspiel eine Reihe unnötiger Ballverluste. Chancenlos aber waren die Gäste nicht, denn auch die Hintermannschaft der „Reds“ wirkte anfällig. So hätte Caiuby, der zunächst erneut den nicht topfitten Bobadilla vertrat, zweimal die lautstarken FCA-Fans jubeln lassen können, vergab aber jeweils aus guter Position.

Die zweite Hälfte bot das gleiche Bild. Liverpool bestimmte zunächst das Geschehen und hatte durch Nationalspieler Daniel Sturridge früh die Gelegenheit zur Vorentscheidung (49.). Doch weil die Gastgeber zu nachlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen und immer wieder an Hitz verzweifelten, wurden die Augsburger zunehmend mutiger. Tobias Werner (71.) hätte für die Überraschung sorgen können, scheiterte aber an „Reds“-Schlussmann Simon Mignolet.

Weinzierl wagte nun alles und brachte Bobadilla. Die Partie war jetzt völlig offen, doch die Augsburger konnten sich für ihre beherzte Vorstellung nicht mehr belohnen. Die letzte Hoffnung erlosch, als ein Freistoß von Konstantinos Stafylidis (89.) knapp vorbeistrich.

Für Liverpool war der fest eingeplante Sprung ins Achtelfinale der Europa League nur Durchgangsstation auf dem Weg zum Ligapokalfinale gegen Manchester City am Sonntag. Dann hat Trainer Klopp die Chance auf seinen ersten Titel mit dem Premier-League-Achten.

dpa

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