Aufschiebende Wirkung

FIFA: Barca-Transfers während Berufung möglich

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Die Barca-Stars Andres Iniesta, Adriano, Neymar und Lionel Messi (v.l.) in Jubelpose.

Zürich - Vor drei Wochen sorgte die FIFA mit einem Transferverbot gegen den FC Barcelona für großes Aufsehen. Weil sich das Verfahren aber in die Länge zu ziehen droht, dürfen vorerst doch neue Spieler kommen.

Zürich - Einem möglichen Wechsel von Marc-André ter Stegen zum FC Barcelona steht nach Lage der Dinge nichts mehr im Weg. Die Katalanen dürfen bis zu einer endgültigen Entscheidung über ein Transferverbot vorerst weiterhin neue Spieler verpflichten und damit wohl auch den Nationaltorwart von Borussia Mönchengladbach holen. Ter Stegen hatte sich nach dem Verbot bedeckt gehalten und nur erklärt, er werde den Fußball-Bundesligisten auf jeden Fall im Sommer verlassen.

Der Fußball-Weltverband FIFA teilte am Mittwoch mit, das laufende Berufungsverfahren habe aufschiebende Wirkung für das Transferverbot. Die FIFA-Berufungskommission entsprach damit einem Antrag des FC Barcelona. "Ich habe davon auch gehört, aber das interessiert mich gar nicht. Da können nur die FIFA oder der FC Barcelona wohl was dazu sagen", erklärte ter Stegens Berater Gerd vom Bruch auf dpa-Anfrage.

Wegen der Verpflichtung minderjähriger Spieler hatte die FIFA Barça am 2. April mit einem Transferverbot für zwei Wechselperioden sowie einer Geldstrafe in Höhe von 450 000 Euro belegt. Der Renommierverein legte Einspruch gegen die Sanktionen ein und will zudem vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne ziehen. In einer Mitteilung auf der eigenen Homepage begrüßte Barca am Mittwoch die FIFA-Entscheidung.

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Der Vorsitzende der FIFA-Berufungskommission, Larry Mussenden, erklärte unter Hinweis auf die Komplexität des Falls, eine Entscheidung werde wohl nicht rechtzeitig vor dem Beginn der nächsten Transferperiode am 1. Juli fallen. Daher sei dem Antrag des Clubs stattgegeben worden. "Mit diesem Entscheid gewährleistet der Vorsitzende der FIFA-Berufungskommission ein ordentliches und angemessenes Berufungsverfahren, während alle Rechte des Vereins gewahrt werden", hieß es in einer FIFA-Mitteilung.

Der noch amtierende spanische Meister, dem eine Saison ohne Titel droht, möchte im Sommer seinen Kader erneuern, um mit den Madrider Rivalen Real und Atlético Schritt halten zu können. Dabei wird auch ein neuer Torwart gesucht. Vor drei Wochen hieß es, Ter Stegen könne auch trotz des Verbots nach Barcelona wechseln, da die Übereinkunft mit ihm vor der Verhängung der Sanktionen getroffen worden sei.

Die FIFA wirft dem FC Barcelona vor, in zehn Fällen zwischen 2009 und 2013 mit der Verpflichtung von minderjährigen Spielern gegen FIFA-Regularien verstoßen zu haben. Der Club sieht seine Schule zur Ausbildung von Nachwuchsfußballern indes als weltweit vorbildlich an. Gemäß der FIFA-Regularien hätte der Argentinier Lionel Messi dort aber eigentlich nicht trainieren dürfen. Der spanische Verband wurde im Zuge des Verfahrens mit 500 000 Euro Strafe belegt.

dpa

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