FCB zum Champions-League-Auftakt in Griechenland

Bayern-Boss Rummenigge warnt vor blauem Wunder in Piräus

Piräus - Als Favoriten gehen Bayern München und Bayer Leverkusen in ihre ersten Champions-League-Spiele dieser Saison. Die Bayern denken aber schon weiter - an den großen Triumph.

Bayern München will das Triple - Bayer Leverkusen erstmal Wiedergutmachung: Als klare Favoriten, aber doch mit unterschiedlichen Voraussetzungen gehen die beiden Bundesligisten in ihren Champions-League-Auftakt. Für die Bayern und ihren Trainer Pep Guardiola gibt es schon vor dem Spiel bei Olympiakos Piräus im Hexenkessel Karaiskakis-Stadion (20.45 Uhr/ZDF und Sky) ein Fernziel - das Finale am 28. Mai 2016 in Mailand. Bayer will mit einem Sieg gegen BATE Borissow (20.45/Sky) die Grundlage für das Weiterkommen in der schweren Gruppe mit Titelverteidiger FC Barcelona und AS Rom legen.

Für den Spanier Guardiola, dessen Vertrag ausläuft, ist es beim FC Bayern womöglich die letzte Gelegenheit auf den großen Coup. In München, sagte er vor der Saison, „zählt nur das Triple“. Und auch der verletzte Superstar Arjen Robben meinte: „Bei so viel Qualität im Kader müssen wir das Höchste von uns fordern.“

Den Start in die Königsklasse wollen die Bayern, die zuletzt zweimal im Halbfinale gescheitert waren, in heißer griechischer Atmosphäre mit kühlem Kopf angehen. „Wir wollen mit einem Sieg starten. Die Stimmung im Stadion darf eine erfahrene Mannschaft wie unsere nicht aus der Ruhe bringen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem um 45 Minuten verspäteten Abflug von LH 2570 nach Athen.

Gedanken ans Finale verbat er sich vor der ersten Gruppenpartie ausdrücklich. „Das ist noch zu weit weg. Wir tun gut daran, step by step vorzugehen und uns erst einmal für das Achtelfinale zu qualifizieren. Wir dürfen vor allem die ersten beiden Gegner nicht unterschätzen“, betonte Rummenigge vor den Spielen in Piräus und gegen Dinamo Zagreb. Immerhin habe es „schon ein paar große Mannschaften wie Dortmund oder Manchester United gegeben, die in Piräus ihr blaues Wunder erlebt haben“.

Zehn der letzten 13 Heimspiele in der Königsklasse gewann der griechische Meister, der 33.000 heißblütige Griechen in seinem Rücken weiß. „Die Fans sind da sehr euphorisch, da müssen wir von Anfang an da sein!“, warnte Weltmeister Jerome Boateng vor der Atmosphäre. Weil die Behörden vor Ort Krawalle fürchten, gibt es für die 1700 Gästefans auf dem Weg zum Stadion sogar Polizeischutz.

Bei Bayer warnt Sportchef Rudi Völler nach dem bösen Erwachen gegen den größten Außenseiter der Bundesliga auch vor dem größten Außenseiter der Champions League. „Darmstadt lässt grüßen - und Borissow ist stärker“, sagte Völler, der im Duell der Werksklubs gegen den von einer Traktorenfabrik gegründeten Klub eine ähnliche Ausgangssituation wie bei der 0:1-Blamage am Samstag gegen den Aufsteiger sieht. „Sie werden uns zum Favoriten erklären und sich in ihrer Außenseiterrolle pudelwohl fühlen“, betonte Völler in seiner Kolumne im Stadionmagazin, zeigte sich aber auch „gerade wegen der Negativerfahrung zuversichtlich, dass unsere Jungs anders zur Sache gehen werden“.

Schon nach der Auslosung hatte Völler davor gewarnt, den Klub der Baryssau Automobil- und Traktor-Elektrik zu unterschätzen: „Borissow ist in den vergangenen Jahren ein fester Bestandteil der Champions League geworden und hat sogar die Bayern geschlagen - die sind gefährlich.“

Sieben Spieler des Teams, das 2012 den späteren Champions-League-Sieger München in der Gruppenphase mit 3:1 besiegte, sind noch dabei. Es war jedoch einer von nur drei Siegen in bisher 24 Spielen der Königsklasse - bei 16 Niederlagen. In Topf 4 waren die Weißrussen bei der Auslosung nach vier Teilnahmen zwar der punktbeste Team, nach der Auslosung wurden beim Sportwettenanbieter bwin jedoch keinem anderen schlechtere Chancen auf den Gruppensieg eingeräumt (101:1).

sid

Rubriklistenbild: © dpa

auch interessant

Meistgelesen

So endete FC Schalke 04 gegen Red Bull Salzburg
So endete FC Schalke 04 gegen Red Bull Salzburg
So endete FSV Mainz 05 gegen FK Qäbälä
So endete FSV Mainz 05 gegen FK Qäbälä
HSV feuert Labbadia per Telefon - Gisdol als Nachfolger?
HSV feuert Labbadia per Telefon - Gisdol als Nachfolger?
Fieser Spruch über Schalke: Facebook-Shitstorm gegen Tim Mälzer
Fieser Spruch über Schalke: Facebook-Shitstorm gegen Tim Mälzer

Kommentare