Saftige Abfindung für "The Special One"

Offiziell: Chelsea feuert Trainer José Mourinho

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Jose Mourinho ist nicht mehr Trainer des FC Chelsea.

London - Jose Mourinho ist nicht länger Teammanager des kriselnden englischen Fußball-Meisters FC Chelsea. Das bestätigte der Verein.

Aus für „The Special One“: Nach Monaten des sportlichen Misserfolgs hat der englische Fußball-Meister FC Chelsea die Reißleine gezogen und seinen exzentrischen Teammanager Jose Mourinho vor die Tür gesetzt. Zwar schrieb der Klub in seiner Pressemitteilung von einer „einvernehmlichen Trennung“, doch Mourinho verlässt den kriselnden Klub um Boss Roman Abramowitsch keinesfalls freiwillig.

„Ich will unbedingt hier bleiben“, hatte der Portugiese noch am Montag nach der neuerlichen Liga-Pleite beim Überraschungs-Tabellenführer Leicester City (1:2) gesagt und sich dann mit flehenden Worten an seine Vorgesetzten gewandt: „Ich hoffe, dass der Vorstand und Mister Abramowitsch auch wollen, dass ich bleibe.“

Sie wollten es nicht, und der Klub lässt sich die Trennung von seinem Starcoach wohl eine stattliche Summe kosten. Englische Medien spekulieren, dass Mourinho mehr als 40 Millionen Pfund (etwa 55 Millionen Euro) kassieren wird. „Wir wollen Jose für seinen immensen Beitrag für diesen Klub danken“, hieß es in einer Stellungnahme: „Jose und die Vereinsführung sind sich einig, dass die Resultate nicht gut genug sind. Wir sind der Auffassung, eine Trennung ist das Beste für beide Seiten.“

Erst im Sommer hatte der 52-Jährige einen neuen, millionenschweren Vertrag bis 2019 unterschrieben, nachdem er die Londoner in der Vorsaison zum ersten Meistertitel seit 2010 geführt hatte.

In diesem Jahr lief sportlich jedoch nahezu nichts zusammen. Neun Liga-Niederlagen kassierte Chelsea bislang, statt um die erfolgreiche Titelverteidigung kämpft die millionenschwere Startruppe als Tabellen-16. um den Klassenerhalt. Mourinho wirkte in den vergangenen Wochen angeschlagen und ratlos wie selten. Seine Spieler erreichte er scheinbar nicht mehr, ehemalige Leistungsträger wie Eden Hazard, Cesc Fabregas oder Diego Costa waren in diesem Jahr nicht wiederzuerkennen.

Mourinho zählte sie öffentlich an: „Ich wurde um meine Arbeit betrogen. Aktuell dürfen sie sich nicht wie Superstars fühlen.“ Dazu kommt das Zerwürfnis und der Streit mit der ehemaligen Teamärzin Eva Carneiro.

Einzig in der Champions League ließ der Klub sein Potenzial aufblitzen, doch im Achtelfinale gegen den französischen Serienmeister Paris St. Germain im Februar wird Mourinho nicht mehr auf der Bank sitzen. Wer dann dort Platz nehmen wird, ist (noch) unklar. Natürlich geistert der Name Carlo Ancelotti durch London, der ehemalige Chelsea-Trainer (2009 bis 2011) ist derzeit vereinslos, wird aber auch in München als Nachfolger von Pep Guardiola gehandelt.

Der Spanier Juande Ramos, ehemals bei Tottenham Hotspur und beim FC Sevilla aktiv, sowie der Niederländer Guus Hiddink könnten Mourinhos Lücke kurzfristig schließen und den Posten zumindest bis zum Saisonende besetzen.

Dies würde der Vereinsführung die dringend benötigte Zeit verschaffen, die angestrebte große Lösung zu finden, die den Ansprüchen des Klubs gerecht werden würde. In diesem Zusammenhang wird nun auch Guardiola, dessen Zukunft beim FC Bayern noch offen ist, gehandelt. Auch Atletico Madrids Diego Simeone und Italiens Nationaltrainer Antonio Conte könnten das Anforderungsprofil erfüllen.

sid

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