2. Liga

Ingolstadt gewinnt Topspiel - St. Pauli Letzter

Stefan Lex erzielt den 2:0 Endstand für INgolstadt. Foto: Armin Weigel
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Stefan Lex erzielt den 2:0-Endstand für Ingolstadt.

München - Der FC Ingolstadt hat die Kaiserslauterer Attacke im Topduell der 2. Fußball-Bundesliga abgewehrt und sich dank eines hart erkämpften Heimsiegs deutlich von den Verfolgern abgesetzt.

Die Oberbayern erreichten ein 2:0 (0:0), das dem Team von Trainer Ralph Hasenhüttl einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den neuen Zweitplatzierten aus Karlsruhe bescherte. Der KSC löste den 1. FC Kaiserslautern dank eines 3:2 (0:1) bei 1860 München ab.

Neuer Drittplatzierter ist Darmstadt 98 dank eines 1:0 (0:0) beim FC St. Pauli. Auch die so langsam in Tritt kommenden Nürnberger feierten beim 1:0 (1:0) in Aalen einen Auswärtserfolg und kletterten erstmals seit dem vierten Spieltag wieder zurück in die obere Tabellenhälfte.

Ganz oben sammeln die Ingolstädter weiter die wichtigen Punkte: Ein Zähler aus den verbleibenden beiden Partien reicht nun bereits, um sicher als Tabellenführer zu überwintern. Der Vorsprung auf den Aufstiegs-Relegationsrang und Darmstadt 98 beträgt sieben Punkte.

Den ersten Erfolg hatte der FCI sogar schon vor dem Anpfiff gefeiert, als das Stadion mit 13 359 Zuschauern endlich gut gefüllt war - Coach Hasenhüttl hatte sich mehr Euphorie erbeten. In einer hitzigen Partie sorgte Lukas Hinterseer nach einem Freistoß von Kapitän Pascal Groß (52. Minute) für die Führung; es war schon sein siebtes Saisontor. Kurz vor Schluss gelang Stefan Lex die Entscheidung (84.).

Lauterns Amin Younes hatte zuvor nach wiederholtem Foul Gelb-Rot (60.) gesehen und sein Team gegen abgezockte Bayern vor eine nahezu unmögliche Aufgabe gestellt. Dabei hatten die Gäste dem Liga-Primus anfangs noch Probleme bereitet: Die größte Chance vergab Srdjan Lakic in der 26. Minute, als er bei einem Gestochere im Strafraum zum Abschluss kam, Ingolstadts Alfredo Morales aber gerade noch klärte. Nach der dritten Niederlage rutschten die Pfälzer auf Rang fünf.

Mit 14 Punkten aus sechs Spielen ist der KSC ein weiteres Team der Stunde und mischt im Aufstiegsrennen mit. Beim 3:2 auswärts gegen den TSV 1860 München zeigten die Badener Comeback-Qualitäten. "Ich bin froh, dass wir das Spiel gedreht haben und in der zweiten Halbzeit zeigen konnten, was in uns steckt", resümierte Trainer Markus Kauczinski. Mit dem ersten Durchgang war er nicht zufrieden. "Wir waren zu langsam, haben zu schnell die Bälle verloren. In der Pause haben wir uns viel vorgenommen." Unzufrieden war der Coach trotz der Leistungssteigerung zur Pause mit der Chancenverwertung.

Gegen die kriselnden Bayern, die nach der zehnten Pleite weiter tief im Abstiegskampf stecken, waren Rouwen Hennings (59./69.) und Hiroki Yamada (67.) erfolgreich. Die 1860-Tore erzielten Maximilian Wittek (28.) und Rubin Okotie (74.). "Wir dürfen uns nicht gegenseitig zerstückeln, sondern müssen zusammenhalten und alle gemeinsam Vollgas geben gegen Kaiserslautern", forderte der genesene Stürmer Okotie vor dem Spiel am Mittwoch gegen den FCK. Schlussmann Stefan Ortega sagte: "Das Selbstvertrauen, das wir eh kaum haben, schwindet weiter."

Ähnlich schwach in die Saison gestartet wie die Sechziger war auch der 1. FC Nürnberg - aber die Franken scheinen sich unter dem neuen Trainer René Weiler zu fangen. Dank des Erfolgs in Aalen kletterte der "Club" um drei Plätze auf Rang neun. Niclas Füllkrug überzeugte mit einem Doppelpack (11./60.), Jürgen Gjasula gelang nur noch der Anschlusstreffer für den Tabellen-15. aus Aalen. In der Nachspielzeit sah FCN-Profi Dave Bulthuis noch die Gelb-Rote Karte.

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