Kein Sieger im Kellerduell Augsburg - Nürnberg

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Das Unentschieden gegen Nürnberg hilft den Augsburger nicht weiter.

Augsburg - Trotz einer engagierten und überzeugenden Leistung hat der FC Augsburg erneut keinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf geschafft. Gegen Nürnberg verpasste der Aufsteiger in der Schlussphase drei Punkte.

Im nur am Ende aufregenden schwäbisch-fränkischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg musste sich die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay nach einer turbulenten Schlussphase mit einem 0:0 zufrieden geben. Während der FCA nach dem vierten Spiel ohne Sieg in der Bundesliga-Rückrunde keinen Weg aus dem Tabellenkeller findet, hat der Club den Abstand auf den Relegationsplatz immerhin auf vier Punkte vergrößert.

Ähnlich wie in den vergangenen drei Heimspielen, in denen der FCA zweimal gewonnen und einmal Unentschieden gespielt hatte, kam der Liganeuling über weite Strecken dicht ans Leistungslimit. Mit Mut und auch dem Selbstvertrauen vom Achtungserfolg bei 1899 Hoffenheim (2:2) setzte Augsburg die Mannschaft von Dieter Hecking unter Druck.

Der feste Willen des FCA, den Nimbus im eigenen Stadion zu wahren, war jederzeit zu spüren. Allein mangelte es lange an Durchschlagskraft in der Offensive. Die größte FCA-Chance in der turbulenten Schlussphase hatte Koo Ja-Cheol, der aus 18 Metern die Querlatte traf (85.). Auch Nürnberg hätte allerdings gewinnen können, doch Alexander Esswein verstolperte in der 76. Minute alleine vor Torhüter Simon Jentzsch den Ball. In der Schlussminute scheiterte Almog Cohen noch einmal aus kurzer Distanz.

Bereits in den ersten Minuten war ersichtlich geworden, wie viel im Duell des Tabellen-17. mit dem Tabellen-14. auf dem Spiel stand. Viele Zweikämpfe und hoher Einsatz prägten die Aktionen in der ausverkauften Augsburger Arena. Immer wieder gerieten die Akteure nach harten Duellen kurz aneinander, Schiedsrichter Jochen Drees hatte reichlich Arbeit.

De Jong muss früh verletzt raus

Während der Club aber im Kombinationsspiel sehr nervös und unpräzise wirkte, präsentierte sich die Luhukay-Elf zielgerichtet und torgefährlicher, obwohl auch beim Aufsteiger die großen Chancen weitgehend ausblieben. Der FCN reagierte oft zu spät und hatte Nachteile in der Handlungsschnelligkeit. Noch nach 70 Minuten verzeichneten die Franken nicht eine Torchance - die bekam dann Esswein, der in letzter Sekunde von Sebastian Langkamp gestört wurde. Timothy Chandler prüfte Jentzsch außerdem noch mit einem scharfen Fernschuss (82.).

Besonders Tobias Werner und Kapitän Paul Verhaegh entfachten derweil auf der rechten Seite des FCA viel Wirbel und ließen dem tschechischen Nationalspieler Adam Hlousek keine Ruhe. Werner hatte auch in der 10. Minute die erste Chance des Spiels, der Ball flog aber über das Tor.

Wiederum nach einem Durchbruch Werners, der bis zu seiner Auswechslung mit Abstand der wirkungsvollste Offensivakteur war, wurde Torsten Oehrl noch abgeblockt. Aber auch Koo sorgte bei seinem ersten Startelf-Einsatz für Impulse auf der linken Seite.

Die Schwaben hatten schon früh einen Dämpfer zu beklagen gehabt. Linksverteidiger Marcel De Jong verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Mike Frantz am Fuß und musste schon in der 8. Minute vom Platz. Für ihn kam Neuzugang Matthias Ostrzolek zu seinem Debüt im FCA-Trikot. Frantz wurde endgültig zum Buhmann der Augsburger Fans, als er Hajime Hosogai überhart in die Beine fuhr und Gelb sah.

sid

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