Bis zu drei Minuten Unterbrechung

FIFA beschließt Pause bei Gehirnerschütterung

Zürich - Nachdem die UEFA die Einführung einer bis zu drei Minuten langen Unterbrechung beim Verdacht auf Gehirnerschütterung bei einem Spieler beschlossen hat, wird auch die FIFA diesem Beispiel folgen.

Dies teilte der Weltverband am Dienstag offiziell mit. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte am vergangenen Donnerstag die Einführung beschlossen.

„Der Schiedsrichter gestattet dem verletzten Spieler das Weiterspielen nur mit Zustimmung des Mannschaftsarztes, der somit das letzte Wort hat“, schrieb der Weltverband in einer Presseerklärung. FIFA-Chefmediziner Jiri Dvorak hatte bereits in der vergangenen Woche die Neuerung vonseiten des Weltverbandes angekündigt.

Nach Angaben der FIFA gab es bei der WM einen Rückgang der Verletzungen und keine positiven Dopingkontrollen. Die Anzahl der Verletzungen, die 2002 in Südkorea und Japan noch 2,7 pro Spiel betragen hatte, sei auf 1,7 bei der WM in Brasilien zurückgegangen. „Im Vergleich zu früheren Turnierauflagen wurden zudem weniger Verletzungen durch Fouls verursacht, was auch auf Verbesserungen im Schiedsrichterwesen hindeutet“, analysierte die FIFA.

Keine positive Dopingprobe bei WM-Spielern

Erstmals mussten sich bei dieser WM alle teilnehmenden Spieler auch außerhalb des Wettbewerbs Dopingkontrollen unterziehen, die zusätzlich zu den routinemäßigen Kontrollen während des Turiners durchgeführt wurden. Während des Turniers wurden 256 Proben genommen, weitere 777 außerhalb des Turniers. Bei keiner einzigen Probe gab es ein positives Resultat.

Nach Angaben der FIFA sei der Weltverband auch bei der Einführung des biologischen Profis vorangekommen. Mittlerweile seien 1300 Spieler aus 55 Ländern in der Datenbank der FIFA enthalten. Davon wurden 470 Spieler bereits mindestens zweimal getestet, einige sogar bis zu siebenmal.

Die Sportmedizinische Kommission befasste sich auch mit der Ebola-Epidemie und deren Auswirkungen auf den Fußball in den betroffenen afrikanischen Ländern. Basierend auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde beschlossen, dass die FIFA vorerst keine Reiseverbote für die betroffenen Länder verhängt.

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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