DFB fordert Anti-Manipulations-Gesetz

Frankfurt/Main - Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fordert von der Bundesregierung analog zum geplanten Anti-Doping-Gesetz eine Verordnung zur besseren Bekämpfung von Manipulationen.

Der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat kein Verständnis dafür, dass im kommenden Jahr ein Gesetz gegen Doping, aber keines gegen die internationale Wettmafia verabschiedet werden soll.

„Das ist aus Sicht des Fußballs unverständlich und sehr bedauerlich“, sagte Koch der Sport Bild: „Schon seit vielen Jahren weise ich darauf hin, dass ein die Wettmanipulation unter Strafe stellender Straftatbestand zum Schutz der Integrität des sportlichen Wettbewerbs dringend erforderlich ist, denn die weltweit operierenden Wettbetrüger können mit den Mitteln des Sportrechts allein nicht ausreichend bekämpft werden.“

Nach Ansicht Kochs kann nur ein Gesetz dem Kampf gegen Manipulationen auf die Sprünge helfen. „Anders als aktive Sportler unterliegen die Drahtzieher des Wettbetrugs in der Regel nicht der Verbandsgerichtsbarkeit“, betonte der Jurist aus Poing: „Hinzu kommt, dass der globale Wettbetrug ohne staatliche Strafverfolgungsmaßnahmen - Durchsuchungen, Abhörmaßnahmen, und so weiter - nicht effektiv genug bekämpft werden kann.“

SID

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