Angebot an FIFA

Frankreich will Videobeweis im Ligapokal testen

Paris - Frankreichs Ligapräsident Frederic Thiriez hat dem Fußball-Weltverband FIFA angeboten, im Ligapokal den Videobeweis zu testen.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte den Wunsch nach einem Test in einer Profiliga mit völliger Kamera-Abdeckung in den Stadien in der vergangenen Woche beim Camp Beckenbauer geäußert. Pro Halbzeit sollen Trainer in Unterbrechungspausen ein- oder zweimal die Möglichkeit bekommen, Entscheidungen des Schiedsrichters anzuzweifeln und die Hinzuziehung von Videomaterial zu beantragen.

Das kann bei Abseitsentscheidungen sein, bei Elfmeterentscheidungen (Foul im Strafraum oder nicht) und natürlich bei Torentscheidungen (Hand oder nicht). Damit ginge der Videobeweis weit über die bei der WM praktizierte Torkamera hinaus.

„Wir haben das schon 2005 vorgeschlagen, aber damals wurde uns das verwehrt“, sagte Thiriez: „Unser Ligapokal war schon immer ein Experimentierfeld. Ich erinnere daran, dass wir seinerzeit die Kopfhörer für Schiedsrichter getestet haben und die Torrichter hinter dem Tor.“

Der Test des Videobeweises gerade in Frankreich wäre ein Affront gegen den französischen UEFA-Präsidenten Michel Platini. Der hatte am 28. Oktober 2010 bei L'Equipe TV geäußert: „Wenn diese Technologie kommt, dann ist das nicht mehr unser Fußball, dann ist das PlayStation. An dem Tag, an dem der Videobeweis kommt, sage ich: Auf Wiedersehen.“ Blatter war seinerzeit der gleichen Ansicht, mittlerweile hat er seine Meinung geändert.

SID

Traumtore in letzter Minute: Bilder & Videos

Traumtore in letzter Minute: Bilder & Videos

auch interessant

Meistgelesen

Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Tuchel stinksauer: "Das war ein einziges Defizit"
Tuchel stinksauer: "Das war ein einziges Defizit"
Gegenwind für BVB-Coach Tuchel
Gegenwind für BVB-Coach Tuchel
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer
Britischer Fußballskandal: 350 mutmaßliche Missbrauchsopfer

Kommentare