Fandel bestätigt Einführung

Freistoß-Spray ab Oktober in der Bundesliga

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Das Freistoß-Spray kam bereits bei der WM zum Einsatz und wird nun auch in der Bundesliga eingeführt.

Frankfurt/Main - Das bereits bei der Weltmeisterschaft in Brasilien eingesetzte Freistoß-Spray soll ab Mitte Oktober auch in der Bundesliga eingesetzt werden. Das bestätigte DFB-Schiedsrichter-Boss Heribert Fandel.

Das Freistoß-Spray sorgte während der Weltmeisterschaft in Brasilien für anfängliche Verwunderung und einige amüsante Moment. Die Neuerung hat sich jedoch bewährt und steht nun vor der Einführung in der Bundesliga. Nach der Premiere am 17. Oktober wird das Hilfsmittel auch im DFB-Pokal, beginnend mit der zweiten Runde am 28. Oktober, eingesetzt.

„Auf dem Schiedsrichter-Lehrgang in Mainz Anfang Oktober wird das Freistoß-Spray ein zentrales Thema sein. Anschließend spricht aus Sicht der Schiedsrichter nichts gegen die zeitnahe Einführung“, sagte DFB-Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet. Erstmals wird das Freistoßspray damit am 8. Spieltag (18./19. Oktober) zum Einsatz kommen.

Der Ligavorstand hatte Mitte August die Einführung des Freistoßsprays beschlossen und als Wunsch für den Start den Liga-Auftakt genannt. Dagegen hatte jedoch die Schiedsrichter-Kommission interveniert, weil das Thema beim Lehrgang der Unparteiischen vor der Saison noch keine Rolle gespielt hatte.

Fandel und seine Kommissionsmitglieder Hellmut Krug und Lutz Michael Fröhlich hatten damals keinen Hehl aus ihrem Unmut über den Vorstoß der Deutschen Fußball Liga (DFL) gemacht. In der Diskussion um das Hilfsmittel, das bei der WM in Brasilien für Aufsehen gesorgt hatte, wies das Gremium zudem immer wieder darauf hin, dass es beim korrekten Stellen der Mauer bei einem Freistoß in erster Linie auf die Autorität des Schiedsrichters ankomme.

Außer in der Bundesliga wird das Hilfsmittel in Spaniens Primera Division und der französischen Ligue 1, sowie im Europapokal eingesetzt. Die Bundesligavereine hatten sich überwiegend positiv über die geplante Neuerung geäußert.

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach outete sich bereits bei der WM als Fan. „Die Schaum-Geschichte sehe ich total positiv“, sagte Niersbach damals. „Die elende Schieberei, wo der Freistoß ausgeführt wird und wo die Mauer steht, ist damit zu Ende. Das ist eine Erleichterung für die Schiedsrichter.“

dpa/SID

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