Mainz baut Erfolgsserie gegen schwache Hamburger aus

Die Mainzer Spieler feiern das Tor zum 1:0 gegen den HSV. Daneben läßt Hamburgs Gideon Jung den Kopf hängen. Foto: Axel Heimken
+
Die Mainzer Spieler feiern das Tor zum 1:0 gegen den HSV. Daneben läßt Hamburgs Gideon Jung den Kopf hängen. Foto: Axel Heimken

Nach zwei Siegen gegen Dortmund und Bremen erlebte der HSV daheim gegen Mainz einen Rückschlag. Beim 1:3 wurde die ersatzgeschwächte Labbadia-Elf überrollt. Der Spanier Jairo glänzte mit zwei Toren.

Hamburg (dpa) - Der FSV Mainz 05 hat den aufstrebenden Hamburger SV kalt erwischt. Mit dem klaren 3:1 (1:0)-Erfolg stoppten die Rheinhessen die großen Ambitionen des norddeutschen Fußball-Bundesligisten.

Die Mainzer halten mit 23 Punkten Anschluss an das oberere Tabellendrittel. Fünf Partien in Serie ohne Niederlage gab es unter Martin Schmidt noch nie. "Ich bin ein glücklicher Trainer. Man hat einen Plan gesehen, aus der sauberen Ordnung konnten wir die Konter fahren", sagte der Schweizer Coach bei der Pressekonferenz.

Jairo Samperio (16. Minute/51.) brachte die Rheinhessen per Doppelschlag vor 51 698 Zuschauern im Volksparkstadion in Führung, Christian Clemens (76.) erhöhte. Der Treffer von Johan Djourou (90.) kam zu spät. Der unsichere HSV verpasste den dritten Sieg in Serie. "Ich bin enttäuscht. Wir sind sehr gut ins Spiel gegangen, hatten es auch besser im Griff und haben den Ball gut laufen lassen", meinte HSV-Coach Bruno Labbadia. Das äußerst kuriose Tor zum 0:1 hätte sein Team unsanft gebremst, danach hätte es zu viele Ballverluste gegeben.

Labbadia musste wegen der Verletztenmisere erneut auf zwei Positionen umbauen: Für den an der Schulter verletzten Pierre-Michel Lasogga begann Sven Schipplock als Sturmspitze. Den Ausfall von Torhüter René Adler (Muskelverletzung) kompensierte Jaroslav Drobny, der den ehemaligen Nationalkeeper zum sechsten Mal in dieser Spielzeit vertrat. Der Tscheche wirkte aber nicht so sicher wie Adler.

Die Gastgeber begannen verhalten, erst die vom guten Keeper Loris Karius vereitelte Chance von Nicolai Müller (6.) gab den Startschuss für die Offensiv-Bemühungen. Der Ex-Mainzer Lewis Holtby (10.) probierte es mit einem Fernschuss, Michael Gregoritsch (21.) nach schnellem Umschaltspiel aus kurzer Distanz, aber sie verfehlten knapp das Gehäuse.

Die Rheinhessen, bei denen der Chilene Gonzalo Jara für den gelb-gesperrten Danny Latza und Alexander Hack erneut für Niko Bungert nach Muskelbeschwerden begann, lauerten auf Konter. Einen von Kapitän Djourou bereits abgewehrten schnellen Angriff verwertete Jairo im Liegen. Der Spanier lupfte den Ball über Drobny zur Führung.

Neben der guten Offensive stand die Abwehr der Gäste bestens: So wehrte Hack einen guten Schlenzer von Ivo Ilicevic (24.) ab. Als Holtby nach einer halben Stunde den Ball verlor, war Jairo sofort zur Stelle, konnte aber nicht erhöhen. Drobny rettete danach noch gegen Pierre Bengtsson (37.) und Yoshinori Muto (70.).

Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte Gregoritsch (35.) auf dem Fuß, aber der österreichische U21-Nationalspieler vergab unbedrängt aus 13 Metern. Der HSV kam engagiert aus der Kabine, hatte aber den überfallartigen Angriffen der Gastgeber nur wenig entgegenzusetzen. Schmidt hatte die Mainzer bestens eingestellt. Erneut war es Jaira, der nach einem weiten Ball in die Hamburger Hälfte traf.

Sichtlich geschockt fanden die Gastgeber nicht zu ihrem Rhythmus. Auch die eingewechselten Aaron Hunt und Ivica Olic konnten nichts mehr ausrichten. Im Gegenteil: Mainz erhöhte locker durch den eingewechselten Clemens.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 58,3 - 41,7

Torschüsse: 20 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 52,1 - 47,9

Fouls: 19 - 18

Ecken: 2 - 3

Quelle: optasports.com

HSV Twitter

HSV Homepage

Vorschau auf bundesliga.de

Vorbericht Homepage Mainz

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Mit Spannung erwartet: Was sagt Schweinsteiger?
Mit Spannung erwartet: Was sagt Schweinsteiger?
Drama um Bundesliga-Profi: Tumor bei Doping-Probe entdeckt
Drama um Bundesliga-Profi: Tumor bei Doping-Probe entdeckt
60 Mio. Euro pro Jahr! Wechselt der DFB den Ausrüster?
60 Mio. Euro pro Jahr! Wechselt der DFB den Ausrüster?
Riesen-Eklat: Nürnberger gehen auf schwer kranken Russ los
Riesen-Eklat: Nürnberger gehen auf schwer kranken Russ los

Kommentare