Für Schürrle bleibt trotz Torerfolg nur die Nebenrolle

Trotz des Torerfolgs von Andre Schürrle (r) ist seine Zukunft beim FC Chelsea nicht sicher. Foto: Dimitris Legakis
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Trotz des Torerfolgs von Andre Schürrle (r) ist seine Zukunft beim FC Chelsea nicht sicher. Foto: Dimitris Legakis

London (dpa) - André Schürrle verzichtete auf großen Jubel. Nach seinem Treffer für den FC Chelsea zum 5:0-Endstand im Premier-League-Duell bei Swansea City grinste der Fußball-Weltmeister nur erleichtert.

Trotz des Torerfolgs knapp 180 Sekunden nach seiner Einwechslung in der 76. Minute war der 24-Jährige beim eindrucksvollen Auswärtssieg der Blues wieder bloß eine Randfigur. Im offensiven Mittelfeld mit Eden Hazard, Oscar und Willian ist derzeit kein Platz für den DFB-Kicker. Auf der Insel wird daher weiterhin über Schürrles Zukunft an der Stamford Bridge spekuliert.

Sein Vertrag läuft bis 2018. Dass der Mittelfeldspieler zuletzt in den beiden Liga-Spielen gegen Tottenham Hotspur und Newcastle United aber nicht einmal zum Kader gezählt hatte, hat die Diskussionen über einen möglichen vorzeitigen Abschied angeheizt. Immer wieder tauchten die Bundesligisten VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund in den Medien als vermeintlich mögliche Abnehmer auf. 

In seiner zweiten Saison in England ist Schürrles Bilanz alarmierend: Kein einziges Mal stand der Angreifer in der Liga bisher über die volle Distanz auf dem Rasen. Nur fünfmal schaffte er es in die Startformation. Coach Mourinho schloss am Samstag aber aus, dass ein Profi den Club im Winter verlassen werde. "Ich habe einen kleinen Kader. Ich brauche jeden einzelnen Spieler", meinte der Portugiese. Sollte einer gehen, müsse daher Ersatz her. Das sei unwahrscheinlich.

Auch in den Blättern wurde Schürrle am Sonntag meist nur in einem Nebensatz erwähnt. Gefeiert wurden die Doppel-Torschützen Oscar (1./36.) und Diego Costa (20./34.). Der spanische Nationalspieler hat seine Bilanz mit den beiden Toren in Wales mittlerweile auf 17 Treffer in 19 Liga-Spielen ausgebaut und großen Anteil daran, dass Chelsea (52) in der Tabelle derzeit vor Verfolger Manchester City liegt. Der Meister hatte am Nachmittag gegen den FC Arsenal die Chance, den Rückstand von fünf Punkten wieder zu verkürzen.

Blues-Coach José Mourinho lobte nach dem "perfekten Spiel" seine ganze Mannschaft. "Ich möchte festhalten, dass das Team sehr gut gespielt hat. Ich denke nicht, dass Oscar oder Costa besser waren als John Terry, Ivanovic oder Filipe Luis", erklärte der Portugiese zufrieden. Er schränkte aber ein: "Wir können fantastisch spielen, ohne Titel wird die Mannschaft aber nicht in die Geschichte eingehen". 

Bericht beim FC Chelsea

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